Im Fokus: Australien

Was man noch über Down under wissen sollte

Die Gründe für die Anziehungskraft liegen auf der Hand: über 300 Tage Sonnenschein pro Jahr, durchschnittliche Temperaturen von über 20 Grad Celsius, unendlich lange Strände und eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt. Wir schauen genauer hin:

In vier Minuten durch Australien

Flüge

Der australische Kontinent wird von Deutschland aus regelmäßig angeflogen. Verschiedenste Airlines bieten Flüge ab 600 Euro (für Hin- und Rückflug) pro Person an. Dabei sollte jedoch auf die Zwischenstopps und die Flugzeit geachtet werden. Mit zwei oder mehr Stopps kann die Reise auch schnell fast 40 Stunden betragen. Flüge nach Perth sind oftmals günstiger als Flüge nach Sydney.

Einstieg in den Arbeitsmarkt

Wer sich nicht mit Gelegenheitsjobs rumschlagen möchte, sollte mit einer guten Ausbildung nach Australien kommen. Hier herrscht nach wie vor akuter Fachkräftemangel. Die Einwanderungspolitik versucht hier mit dem Programm "General Skilled Migration (GSM)" gegenzusteuern. Bei der Einwanderung ist kein Sponsorship durch einen australischen Arbeitgeber notwendig. Entscheidend sind gute Englischkenntnisse und eine Ausbildung, vor allem in verschiedensten Handwerks- und Ingenieursberufen oder Berufen aus dem Gesundheits- und Finanzsektor.

Bewerber stellen hierfür eine "Interessensbekundung" (sog. "Expression of Interesst – EOI") in der Online-Datenbank der australischen Einwanderungsbehörde. Passende Kandidaten werden dann ausgewählt, wenn sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • unter 50 Jahre alt;
  • Englischkenntnisse;
  • Ausbildung in den gesuchten Berufen;
  • in Australien erfolgreich anerkannte Qualifikationen (sog. "Skills Assessment") und
  • mindestens 60 Punkte in einem Punktetest.

Bei besonders passenden Bewerbungen werden diese oftmals durch einen Bundesstaat (sog. "State Nominated Visa") gefördert. Ansonsten können Visa unabhängig von Förderungen (sog. "Skilled Independent Visa") beantragt werden. Wer ohne Arbeit nach Australien reist, sollte vorab auf jeden Fall zunächst eine Auslandskrankenversicherung abschließen.

Ihr Ansprechpartner

Herr Mag. iur. Johannes Kunz

T: +49 (0) 89 2351 4852
F: +61 (07) 304 080 51
info@jkmigrate.com.au

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Visa und Einreise

Die Regierung Australiens bietet je nach Zweck und Hintergrund des Aufenthalts in Australien unterschiedliche Visa an. Hier ein Überblick:

Besucher-Visa

Besucher-Visa eignen sich für eine Dauer von drei, sechs oder 12 Monaten für Touristen, Geschäftsreisen oder für die Jobsuche. Dabei ist zu beachten, dass dieses Visum nicht zur Arbeit berechtigt. Freiwilligenarbeit (unbezahlt), ein Studium oder Sprachkurse sind jedoch problemlos möglich.

Studenten-Visa

Australien ist eines der beliebtesten Länder für Studenten. Jährlich kommen 500.000 internationale Studenten nach Down Under. Kurse und Ausbildungsstätten, welche sich für einen Visumsantrag eignen, finden sich im  "Commonwealth Register of Institutions and Courses for Overseas Students - CRICOS". Mit diesem Visum dürfen Studenten bis zu 20 Stunden pro Woche während des Semesters und teilweise Vollzeit während der vorlesungsfreien Zeit arbeiten.

Partner/Eheleute/Verlobte

Wer mit einem australischen Staatsbürger oder einem Daueraufenthaltsberechtigen ("Australian permanent resident") verheiratet ist oder mit diesem eine dauerhafte Beziehung ("de-facto relationship") führt, kann ein Partner-Visum beantragen.

Von einem Arbeitgeber gesponserte Visa

Um der starken Nachfrage nach Fachkräften gerecht zu werden, können Arbeitgeber ausländische Fachkräfte für befristete Visa oder auch für Daueraufenthaltstitel sponsern.

Hier müssen vor allem die passenden Qualifikationen stimmen. Eine der wichtigsten Listen für "gefragte Berufe" ist die sog. Consolidated Skilled Occupation List (CSOL).

Mehr Informationen zu diesem Thema gibt Ihnen gerne Mag.iur. Johannes Kunz(Telefon in Deutschland +49 (0) 89 2351 4852, in Österreich +43 (0) 677 612 746 72, in Australien +61 (07) 304 080 51)

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Ausgehen

In Australien gibt es die verschiedensten Hot Spots für Partys oder außergewöhnliche Momente. Wer abends gerne feiert und dazu die richtigen Orte sucht, findet in einem Nightlife-Blog die zehn angesagtesten Partylocations. Aber auch Tipps zum Essengehen, für das Shoppingerlebnis oder die Ecken mit dem meisten Flair werden auf Webseiten von Backpackern oder Auswanderern geteilt. Natürlich kann hier nicht mehr von Geheimtipps die Rede sein, sobald diese online sind. Daher empfiehlt es sich immer, Kontakt mit Einheimischen zu suchen und diese zu fragen.

Best of Strände

Wenn Australien für etwas berühmt ist, dann für seine Strände. Ob Surfer, Taucher oder Sonnenanbeter: Auf dem Kontinent findet jeder seinen perfekten Strand – ob im Norden, Süden, Osten oder Westen. Einige möchten wir gerne hervorheben.

Norden:
Whitehaven Beach, Whitsunday Islands
Cape Tribulation
Five Beach Bay – Magnetic Island, Queensland 
Cable Beach
Four Mile Beach
Palm Cove Beach
Mindil Beach

Osten:
Suffolk Park Beach – Byron Bay, New South Wales
Byron Bay (laut Forbes Magazin der sexieste Strand der Welt)
Great Keppel Islands (eine Insel voller Traumstrände)
Garie Beach
Bondi Beach (DER Stadtstrand in Sydney)
Shelly Beach
Surfer's Paradise Beach
Mooloolaba Beach
Ned’s Beach (kleine Insel weit vor der Ostküste Australiens gelegen, definitiv ruhig und einsam)
Seventy Mile Beach (unendlich lang; auch schön zum Entlangfahren oder -fliegen)
Store Beach 

Süden:
Vivonne Beach – Kangaroo Island
St. Kilda Beach
Greens Pool, Elephant Cove im Williams Bay Nationalpark
Little Beach, Two Peoples Bay Nature Reserve 
Wineglassbay (im Freycinet National Park, Tasmanien, erreichbar per Boot)

Westen:
Shell Beach (im Francois Peron National Park)
Turquoise Bay Exmouth (Cape Range National Park)
Coolangatta Beach
Scarborough Beach (DER Stadtstrand von Perth)
Coral Bay Beach (am besten mit dem Flugzeug dank des nahgelegenen "Flughafens" zu erreichen)

Wer im Westen Australiens unterwegs ist, wird definitiv einsame Strände vorfinden. Der Bundesstaat hat zwar die siebenfache Größe Australiens, aber gerade einmal 2,3 Millionen Einwohner. Nur ungefähr 600.000 von diesen leben nicht im Großraum Perth. Man reist also durch sehr unbesiedeltes Gebiet.

Die Oper von Sydney

Die Aborigines

Australien ist stolz auf seine Ureinwohner – so wird es jedenfalls in der Öffentlichkeit proklamiert. Das Land ist geprägt von der Kultur und Geschichte der Aborigines. Doch es ist nicht mehr so, dass diese ihre Lebensart rein aus traditionellen Gründen leben. Das Kunsthandwerk wird nicht mehr aus rituellen, sondern vor allem kommerziellen Gründen gefertigt und selbst der heilige Uluru (Ayers Rock) war bzw. ist immer noch ein Touristenmagnet, der viel Geld in die Kassen spült. Sicher ist einer der Hauptgründe, dass die Aborigines im Alltag immer noch mit vielen Vorurteilen und Diskriminierung zu kämpfen haben. Eine vollständige Integration in die australische Gesellschaft ist leider noch nicht geschafft. Die Ureinwohner gehören mit zum ärmsten Teil der Bevölkerung und haben auch aufgrund der geringeren Bildung eine Arbeitslosenquote von ungefähr 20 Prozent. Auch der Rassismus gegenüber Ureinwohnern ist immer noch allgegenwärtig. Selbst vor Prominenten oder Leistungssportlern macht dieser keinen Halt. Jedoch wird von Seiten der Politik viel versucht, um diesen Zustand zu bessern.

Dabei ist es sehr wichtig, diese alte Kultur zu unterstützen und zu erhalten. Heute beläuft sich die Zahl der Aborigines auf ungefähr 460.000. Ursprünglich waren im Land zwischen 400 und 700 Stämme existent mit mehr als 300 verschiedenen Sprachen. Jeder Stamm pflegte andere Bräuche und Religionen. Zumeist waren diese sehr mit der Natur und der Umwelt verbunden. Die Anangu, ein Stamm, der in unmittelbarer Nähe des Ayers Rock lebt, hält diesen für den Heimatort der mystischen Regenbogenschlange. Sie war die Hüterin des Wassers und formte Berge und Täler. Auch die traditionelle Musik ist an diese Schöpfungsgestalt angelehnt. Das Didgeridoo soll die Geräusche nachahmen, welche sie bei der Gestaltung der australischen Landschaft gemacht hat. 

Oftmals wird der Alltag vieler Australier von der Kultur der Aborigines nur minimal beeinflusst, aber wer in Australien mehr als nur schöne Natur und sonniges Wetter sieht, sollte sich auf jeden Fall intensiver mit der Historie und den Ureinwohnern beschäftigen.

Noch mehr Informationen zu Land, Leuten, Arbeit und sozialer Absicherung sind in unserem Ländersteckbrief Australien zusammengefasst. Wie es wirklich ist, in Australien zu leben, dazu schreibt Elena in ihrem Erfahrungsbericht.