Ein Flugzeug von British Airways hebt ab

Keine Einreise nach Großbritannien ohne Genehmigung

27.02.2026

Digitale Einreisegenehmigung (ETA) wird Pflicht – Großbritannien verschärft Einreiseregeln

Das Vereinigte Königreich hat verbindlich eine digitale Einreisegenehmigung eingeführt und damit einen deutlichen Einschnitt für Reisende aus visumfreien Staaten umgesetzt. Seit dem 25. Februar 2026 gilt: Keine Einreise ohne ETA. Fluggesellschaften, Fähr- und Zugbetreiber können Passagiere ohne gültige elektronische Reisegenehmigung abweisen.

Auch Deutsche brauchen die ETA

Die neue Electronic Travel Authorisation betrifft Staatsangehörige aus derzeit 85 Ländern, darunter auch Deutschland. Die ETA ist kein klassisches Visum, sondern eine digitale Vorabgenehmigung, die mit dem Reisepass verknüpft wird. Sie muss vor Reiseantritt online beantragt und genehmigt werden; der Antrag sollte mit mindestens drei Tagen Vorlauf gestellt werden. 

Die Genehmigung kostet derzeit 16 Pfund Sterling (umgerechnet ca. 18 Euro) und ist für mehrere Einreisen innerhalb von zwei Jahren gültig. Pro Einreise gilt ein Maximalaufenthalt von 180 Tagen. Die ETA wird für touristische Aufenthalte, Geschäftsreisen, Familienbesuche sowie bestimmte Transitfälle benötigt, sofern Reisende die britische Grenzkontrolle passieren. 

Die ETA wurde bereits 2025 eingeführt, bislang war die Einreise ins Vereinigte Königreich aber teilweise auch noch ohne Erlaubnis möglich. Einen Reisepass benötigen Deutsche für die Einreise ins UK bereits seit dem Austritt aus der Europäischen Union.

Strengere Einreiseregeln nach dem Brexit

Nach Angaben der Regierung des Vereinigtes Königreich ist die ETA-Maßnahme Teil einer umfassenden Modernisierung des Grenz- und Einwanderungssystems. Im Kontext des Brexit und des damit vollzogenen Austritts aus der Europäischen Union baut das Land sein Grenzregime seit einigen Jahren grundlegend um und setzt verstärkt auf digitale Kontrollmechanismen. Durch die elektronische Vorabprüfung sollen Sicherheitskontrollen bereits vor der Abreise stattfinden und die nationale Souveränität über Einreiseentscheidungen gestärkt werden. Gleichzeitig verspricht sich die Regierung einen effizienteren Ablauf an den Grenzen für reguläre Reisende.

Auch für Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit ergeben sich Änderungen. Britische Doppelstaatler müssen künftig zwingend mit einem gültigen britischen Pass reisen oder einen entsprechenden Nachweis über ihr Aufenthaltsrecht vorlegen. Ältere Papiernachweise verlieren damit faktisch an Bedeutung.

Für Deutsche im Ausland bedeutet die neue Regelung vor allem eines: rechtzeitige Planung. Die Beantragung erfolgt über eine offizielle App oder die Website der britischen Behörden. Zwar werden viele Anträge zügig bearbeitet, doch in Einzelfällen können zusätzliche Prüfungen erforderlich sein. Wer kurzfristig reist und keine genehmigte ETA vorweisen kann, riskiert, bereits am Abflughafen abgewiesen zu werden.