Länderinformationen Südkorea

Hauptstadt Seoul
Fläche 100.363 km²
Einwohnerzahl 51,6 Millionen
Regierungssystem Präsidialrepublik
Religion Buddhisten (7,7 Millionen), Protestanten (9,7 Millionen), Katholiken (3,9 Millionen)
Amtssprache Koreanisch
Währung Won
Zeitzone UTC + 9
Internet-TLD .kr

Südkorea gilt als vergleichsweise sicheres Reiseland. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass es – auch vor dem Hintergrund der komplexen Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA – kurzfristig erneut zu Spannungen zwischen Nordkorea und Südkorea kommen kann.

Kleinkriminalität kommt in größeren Städten und an touristischen Orten vor.

Südkorea liegt in einer seismisch aktiven Zone, in der es zu Erdbeben kommen kann. Insbesondere zwischen Juli und September kann es zu Taifunen und heftigen Regenfällen kommen. Reisende sollten in dieser Zeit die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland beachten.

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen.

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Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts sowie die Reiseimpfung gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Japanische Enzephalitis.

Durch hygienisches Essen und Trinken und konsequenten Mückenschutz können die meisten Durchfälle und andere Tropen- und Infektionskrankheiten vermieden werden.

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa zu vergleichen, kann aber durch Verständigungsprobleme gelegentlich problematisch sein.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle persönlich beraten. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e. V.

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Für die Einreise ist ein bis zur Ausreise gültiger Reisepass erforderlich. Kinder benötigen einen Kinderreisepass. Deutsche Staatsangehörige können als Touristen und Geschäftsreisende für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen visumfrei einreisen. Wer in Korea arbeiten oder studieren will, benötigt ein Visum. Der erforderliche Aufenthaltstitel kann vor Reiseantritt oder auch innerhalb von 90 Tagen nach Einreise bei der koreanischen Ausländerbehörde (Immigration Office) beantragt werden.

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Urlaubsreisen:
Auch für Reisen nach Südkorea sollten Sie vor Beginn Ihrer Reise an eine gültige Reisekrankenversicherung mit medizinisch sinnvollem Krankenrücktransport denken. Von Reisekrankenversicherung bis zu Reiserücktrittsversicherung und Versicherungen für Jugend- und Bildungsreisen in Südkorea finden Sie alles auf unserer Website: Reiseversicherungen für Südkorea

Geschäftsreisen und längere Auslandsaufenthalte:
Als Expat oder Geschäftsreisender in Südkorea genügt eine einfache Reisekrankenversicherung nicht mehr: Hier benötigen Sie eine Internationale Krankenversicherung. Im Rahmen einer Entsendung nach Südkorea finden Sie hier einen idealen Tarif für einen ausgiebigen Versicherungsschutz für Mitarbeiter in Südkorea

Vorsicht: Einige Versicherungen, wie Haftpflicht- oder Unfallversicherung, sind im Ausland nicht mehr oder nur eingeschränkt gültig. Deswegen sollten Sie sich rechtzeitig informieren, bevor Sie für längere Zeit nach Südkorea gehen: Versicherungen im Ausland

Sie haben sich in Südkorea ein Haus gekauft oder sind Besitzer einer Ferien-Immobilie im Ausland? Dann sollten Sie eine gute Immobilienversicherung für Ihr Auslandsdomizil besitzen. Hier helfen wir Ihnen mit guten Konditionen und günstigen Tarifen gerne weiter: Immobilienversicherung im Ausland

Zur Prüfung, ob für eine in Korea ausgeübte Beschäftigung die koreanischen oder die deutschen Rechtsvorschriften anzuwenden sind, ist das Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Korea über soziale Sicherheit vom 10. März 2000 (BGBl 2001, Teil II, Seiten 914 ff.) heranzuziehen. Dieses Abkommen ist am 1. Januar 2003 in Kraft getreten (Bekanntmachung BGBl. 2002 II, S. 2932). Ergänzt wird das Abkommen durch die Durchführungsvereinbarung vom 18. März 2003 (BGBl. 2004 II, S. 371 ff.), die am 11. Mai 2004 in Kraft getreten ist (Bekanntmachung BGBl. 2004 II, S. 1028). Die Durchführungsvereinbarung wird seit dem 1. Januar 2003 angewandt (vgl. hierzu Artikel 8 Abs. 2 der Durchführungsvereinbarung).

Bitte beachten: 

Mit der Republik Korea ist Südkorea gemeint. Das Abkommen gilt nicht für die Volksrepublik Korea, auch Nordkorea genannt. 

Das Abkommen bezieht sich in Bezug auf die Republik Korea auf die Rechtsvorschriften für das Nationale Rentengesetz und die dafür geltenden Durchführungsvorschriften und –verordnungen.

Das Abkommen bezieht sich in Bezug auf die Bundesrepublik Deutschland auf

  • die gesetzliche Rentenversicherung,
  • die hüttenknappschaftliche Zusatzversicherung,
  • die Alterssicherung der Landwirte.

Dieses Abkommen gilt für folgende Personen, für die die Rechtsvorschriften eines der Vertragsstaaten gelten oder galten (vgl. hierzu Artikel 3 des Abkommens):

  • Staatsangehörige eines Vertragsstaats,
  • Flüchtlinge im Sinne des Artikel 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und des Protokolls vom 31. Januar 1967 zu diesem Abkommen,
  • Staatenlose im Sinne des Artikel 1 des Übereinkommens vom 28. September 1954 über die Rechtsstellung der Staatenlosen,
  • andere Personen.

Gemäß dem Abkommen werden bei der Prüfung der Voraussetzungen für einen Rentenanspruch neben den deutschen auch die koreanischen Versicherungszeiten berücksichtigt. Zu beachten ist hierbei, dass aber nur die koreanischen Zeiten ab dem 1. Januar 1988 berücksichtigt werden können.

Das Abkommen ermöglicht darüber hinaus, dass die Renten in voller Höhe auch im Ausland bezogen werden können.

Im Rahmen eines beruflich bedingten Auslandsaufenthaltes ergeben sich für den Leser einige Fragen arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Art. Natürlich kann mit diesem Artikel nicht jede individuelle Detailfrage beantwortet werden. Er gibt allerdings einen kompakten Überblick über die wichtigsten zu beachtenden Hinweise und enthält für weitergehende Fragen die zuständigen Ansprechpartner bzw. Institutionen in Korea.

Zunächst muss darauf hingewiesen werden, dass vom Grundsatz her jeder Staat individuell in eigener Zuständigkeit über sein Sozialversicherungssystem entscheidet. In Deutschland werden die gesetzlichen Regelungen zu den einzelnen Trägern der Sozialversicherung im Sozialgesetzbuch dargestellt. Im Zusammenhang mit einem beruflich bedingten Auslandsaufenthalt könnte z.B. der Fall eintreten, dass der Beschäftigte und sein Arbeitgeber gleichzeitig in beiden Staaten – in unserem Fall Deutschland und Korea – Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssten. Zur Vermeidung dieser sog. „Doppelversicherung“ gelten für Deutschland und Korea spezielle Zuständigkeitsregelungen. 

Wenn ein in Korea beschäftigter Arbeitnehmer auch weiterhin den deutschen Rechtsvorschriften in den oben genannten Sozialversicherungsbereichen untersteht, gilt dies auch für den Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III – Arbeitsförderung).

Bei der Klärung der Frage, ob die deutschen oder die koreanischen Sozialversicherungsvorschriften anzuwenden sind, ist zunächst zu prüfen, ob die Beschäftigung in Korea ausschließlich dort oder im Rahmen einer Entsendung (vgl. § 4 SGB IV; Ausstrahlung) ausgeübt wird.

Die koreanischen Rechtsvorschriften sind anzuwenden, wenn der Arbeitnehmer im Rahmen eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses oder im Rahmen eines zeitlich befristeten Arbeitsverhältnisses  ausschließlich in Korea arbeitet.

Hinweis: Dieser Grundsatz gilt unabhängig davon, in welchem Staat der Arbeitnehmer wohnt bzw. der Arbeitgeber seinen Sitz hat.

Sofern die Beschäftigung in Korea im Rahmen einer Entsendung erfolgt, ist das deutsche Sozialversicherungsrecht anzuwenden, vgl. hierzu unter "Beschäftigung im Ausland":

Entsendung im Rahmen eines inländischen Beschäftigungsverhältnisses

Beendigung der Ausstrahlung

zeitliche Begrenzung der Entsendung

Die ersten 24 Monate

Für einen nach Korea entsandten Arbeitnehmer gelten während der ersten 24  Kalendermonate seines Einsatzes die deutschen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheit. Eine entsprechende Prüfung wird von der deutschen Krankenkasse des Arbeitnehmers oder – sofern ein solcher Versicherungsschutz nicht besteht – von der „Deutschen Rentenversicherung Bund“ vorgenommen.

Die Ausnahmevereinbarung

In der Praxis führen die oben erläuterten Zuständigkeitsregelungen nicht immer zu zufrieden stellenden Lösungen. Vor diesem Hintergrund können im Interesse des Arbeitnehmers mit den zuständigen Stellen in Korea und Deutschland im Rahmen von Ausnahmevereinbarungen abweichende Regelungen getroffen werden. Eine solche Ausnahmevereinbarung gilt einheitlich für alle Bereiche der sozialen Sicherheit.

Eine Grundvoraussetzung für den Abschluss einer Ausnahmevereinbarung ist das individuell zu begründende Interesse des Arbeitnehmers an einer solchen Regelung. Für den Abschluss einer Ausnahmevereinbarung sind in Deutschland die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung-Ausland (DVKA) und in Korea der National Pension Service zuständig.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten mindestens drei Monate vor Aufnahme der Beschäftigung in Korea bzw. vor Ablauf der ersten 24 Kalendermonate der Entsendung beim GKV-Spitzenverband, DVKA den Antrag stellen.

Den Erfahrungen in der Praxis zufolge wendet sich der Arbeitgeber in der Regel zusammen mit der vom Arbeitnehmer unterschriebenen Erklärung an die DVKA.

Von Seiten der DVKA wird den Arbeitgebern für den „Antrag auf eine Ausnahmevereinbarung“ die folgende Checkliste empfohlen:

  1. Personalien des Arbeitnehmers (Name, Vorname, Geburtsdatum)
  2. Beginn und voraussichtliches Ende der Beschäftigung in Korea
  3. Aufgabenstellung des Arbeitnehmers in Korea
  4. Bezeichnung und vollständige Anschrift des Unternehmers/Arbeitsstätte in Korea
  5. Einzelheiten zur arbeitsrechtlichen Einbindung in Deutschland während der Beschäftigung in Korea
  6. Bestätigung des Arbeitgebers, dass er die Melde- und Beitragspflichten zur Sozialversicherung in Deutschland während des Auslandeinsatzes übernimmt
  7. Bezeichnung und vollständige Anschrift der Einzugsstelle (Krankenkasse, an die bisher die Sozialversicherungsbeiträge entrichtet wurden)
  8. Vollständig ausgefüllte und unterschriebene Erklärung des Arbeitnehmers
  9. Kopien des Vordrucks K/D 101, sofern es sich um die Verlängerung eines Auslandseinsatzes handelt oder die Dauer der Entsendung 24  Kalendermonate überschreitet.

Ein Rechtsanspruch auf den Abschluss einer Ausnahmevereinbarung besteht nicht. Die zuständigen Stellen entscheiden im Rahmen ihres Ermessens.

Maximal 5 Jahre

Eine Ausnahmevereinbarung wird grundsätzlich nur für Beschäftigungszeiträume von bis zu fünf Jahren getroffen. Steht bereits zu Beginn des Einsatzes in Korea fest, dass die Beschäftigung länger als fünf Jahre andauern soll, kommt eine Ausnahmevereinbarung in der Regel nicht in Betracht. 

Verlängert sich ein zunächst für maximal 5 Jahre geplanter Einsatz in Korea, kann eine weitere Ausnahmevereinbarung für maximal drei weitere Jahre in Betracht kommen, sofern besondere Umstände der Beschäftigung die Verlängerung des Einsatzes in Korea erfordern. Diese Gründe sind im Antrag vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer nachvollziehbar darzulegen.

Vordruck K/D 101

Arbeitnehmer, die in Korea arbeiten und für die weiterhin deutsche Sozialversicherungspflicht besteht, erhalten auf Antrag eine „Bescheinigung über die Anwendung der deutschen Rechtsvorschriften bei Beschäftigung in Korea“. Es handelt sich hierbei um den Vordruck K/D 101.

In Deutschland wird der Vordruck K/D 101 von folgenden Stellen ausgestellt:

Für die ersten 24 Monate der Entsendung von

  • einer gesetzlichen Krankenkasse, an die die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung abgeführt werden (i. d. R. der Gesamtsozialversicherungsbeitrag),
  • der Deutschen Rentenversicherung Bund, Ruhrstraße 2, 10709 Berlin, sofern keine Rentenversicherungsbeiträge an eine gesetzliche Krankenkasse in Deutschland abzuführen sind.

Für Zeiten, für die eine Ausnahmevereinbarung getroffen wurde, vom GKV-Spitzenverband, DVKA.

Mit dem § 17 SGB V bietet der deutsche Gesetzgeber den im Ausland Beschäftigten eine Möglichkeit an, wobei der Arbeitgeber die Behandlungskosten für seine ins Ausland entsandten Arbeitnehmer pauschal mit den/der Krankenkasse/n abrechnen kann.

1977 wurde eine allgemeine Krankenversicherung eingeführt, welche 1989 auf alle Bürger Südkoreas ausgedehnt wurde. Die Leistungen der Versicherung wurden schrittweise erweitert und decken mittlerweile einen beträchtlichen Teil der Gesundheitsrisiken ab. In der gesetzlichen Krankenversicherung Koreas (National Health Insurance Corporation – NHIC) sind alle koreanischen Staatsangehörigen pflichtkrankenversichert. Lediglich Koreaner mit geringem Einkommen werden von einem gesonderten Programm zur medizinischen Hilfe erfasst. Für Ausländer besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, sich freiwillig bei der NHIC zu versichern. 

Auf jeden Fall empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung. Insbesondere wird hierdurch das Kostenrisiko für einen evtl. erforderlich werdenden Rücktransport nach Deutschland abgedeckt. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland dürfen diese Kosten aufgrund einer gesetzlichen Bestimmung nicht übernehmen (vgl. hierzu § 60 Abs. 4 SGB V).

Bzgl. des Abschlusses einer Auslandsreise-Krankenversicherung können sich die Leser an den langjährigen Kooperationspartner von "Deutsche im Ausland e. V." wenden: Dr. Walter GmbH, Eisenerzstraße 34, 53819 Neunkirchen-Seelscheid, Telefon: 02247 / 9194-0

Bei einem Aufenthalt in Korea von nicht mehr als sechs Wochen pro Kalenderjahr, gewähren die deutschen Pflegekassen bestimmte Pflegeleistungen weiter (vgl. hierzu § 34 Abs. 1 SGB XI). Bei einem Aufenthalt von länger als sechs Wochen pro Kalenderjahr endet die Leistungsgewährung ab dem 43. Tag des Koreaaufenthalts. An dieser Stelle der Hinweis, dass es wohl einige wenige deutsche Pflegekassen geben soll, die die Leistungsgewährung bereits ab dem 1. Tag des Koreaaufenthalts einstellen, wenn von vornherein ein Aufenthalt von länger als sechs Wochen geplant ist. 

In dem Moment, in dem man nach Korea auswandert, endet automatisch die deutsche Sozialversicherungspflicht. Das bedeutet: Die Mitgliedschaft in der deutschen sozialen Pflegeversicherung wird automatisch beendet und es werden ab diesem Zeitpunkt keine Pflegeleistungen mehr gewährt. In Korea gibt es kein Pflegeversicherungssystem.

Für die Leser mag es vielleicht irritierend sein, aber aus rechtlichen Gründen dürfen die deutschen Rentenversicherungsträger keine verbindlichen Auskünfte über das koreanische Rentenrecht geben. Vor diesem Hintergrund kann auch an dieser Stelle nur ein kurzer und unverbindlicher Überblick über das koreanische Rentenversicherungssystem gegeben werden. Rechtsverbindliche Auskünfte, insbesondere über einen tatsächlichen Rentenanspruch, erteilt nur die koreanische Nationale Rentengesellschaft.

Die allgemeine koreanische Rentenversicherung wird ebenso wie die deutsche Rentenversicherung aus Beiträgen finanziert. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen jeweils 4,5 Prozent des Bruttolohnes in die Versicherung ein. Die koreanische Rentenversicherung kennt Leistungen bei Alter, Erwerbsminderung und an Hinterbliebene. 

Neben dieser allgemeinen Rentenversicherung gibt es spezielle Systeme für öffentlich Bedienstete, für Personal des Militärs und Lehrer an Privatschulen. Heute sind alle Bürger per Gesetz rentenversichert.

Das Nationale Rentengesetz Koreas vom 31. Dezember 1986 gilt erst für Zeiten ab dem 1. Januar 1988. Vor diesem Zeitpunkt liegende Versicherungszeiten, z. B. Zum besonderen Rentensystem für Regierungsangestellte oder für Militärangehörige, werden vom deutsch-koreanischen Abkommen nicht erfasst.

Träger der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Nationale Rentengesellschaft (National Pension Corporation) in Seoul.

Die Leistungen

Die koreanische Rente besteht aus einem Grundrenten- und einem Zusatzrententeil. Die Höhe des Grundrententeils setzt sich im Wesentlichen aus den eingezahlten Beiträgen der Versicherten sowie deren koreanischen Versicherungszeiten zusammen.

Die Höhe des Zusatzrentenanteils richtet sich nach persönlichen Verhältnissen wie z. B. unterhaltspflichtigen Angehörigen oder Schwerbehinderung.

Altersrenten

Das allgemeine Renteneintrittsalter in Korea liegt bei 60 Jahren, wird aber seit dem 1. Januar 2013 schrittweise auf 65 Jahre angehoben.

Nach koreanischem Recht können Versicherte neben einer Altersrente weiter arbeiten. Wird jedoch ein bestimmter Grenzwert überschritten, kann die Rente – vor dem vollendeten 65. Lebensjahr – wegfallen. Im Ausland – also auch in Deutschland – erzieltes Einkommen wird nicht berücksichtigt.

Da in Deutschland eine Altersrente meist erst nach einer Beschäftigung oder Tätigkeit beansprucht wird, sollten Versicherte die koreanische Altersrente rechtzeitig zum vollendeten 60. Lebensjahr beantragen, obwohl sie noch arbeiten.

Eine volle Altersrente erhalten Versicherte, wenn sie das 60. Lebensjahr vollendet und eine Versicherungszeit von mindestens 20 Jahren zurückgelegt haben. Bergarbeiter und Seeleute erhalten diese Rente bereits vom vollendeten 55. Lebensjahr an.

Da das koreanische Rentensystem erst zum 1. Januar 1988 eingeführt wurde, wird eine volle Altersrente erst seit dem Jahr 2008 gezahlt, da frühestens zu diesem Zeitpunkt die Versicherungszeit von 20 Jahren erfüllt werden konnte. Haben Versicherte auch deutsche Versicherungszeiten, werden diese bei der Versicherungszeit von mindestens 20 Jahren mitgezählt; allerdings nur, wenn die deutschen Zeiten nach dem 31. Dezember 1987 zurückgelegt worden sind.

Bei der vollen Altersrente wird die Grundrente zu 100 % ausgezahlt; zusätzlich können Versicherte den Zusatzrentenanteil erhalten.

Eine reduzierte Altersrente können Versicherte ab dem vollendeten 60. Lebensjahr erhalten, wenn sie eine Versicherungszeit zwischen 10 bis 19 Jahren zurückgelegt haben. Die Grundrente wird entsprechend der zurückgelegten Versicherungszeiten nur anteilig gezahlt; daneben ist die Zusatzrente möglich.

Die deutschen Beitragszeiten ab dem 1. Januar 1988 werden mitgezählt.

Neben den oben erwähnten Altersrenten gibt es noch die Altersrente für Erwerbstätige. Diese Altersrente wird gezahlt, wenn die Versicherten

  • in Korea aktuell erwerbstätig sind,
  • zwischen 60 und 64 Jahre alt sind und
  • eine Versicherungszeit von zehn oder mehr Jahren zurückgelegt haben.

Die Höhe der Grundrente ist von der Anzahl der zurückgelegten Versicherungszeiten und dem Alter des Versicherten abhängig.

Die deutschen Beitragszeiten ab dem 1. Januar 1988 werden mitgezählt.

Eine vorzeitige Altersrente erhalten Versicherte, wenn sie zwischen 55 und 59 Jahre alt sind und eine Versicherungszeit von zehn oder mehr Jahren zurückgelegt haben. Die Höhe der Grundrente ist von der Anzahl der zurückgelegten Versicherungszeiten und dem Alter des Versicherten abhängig.

Die deutschen Beitragszeiten ab dem 1. Januar 1988 werden mitgezählt.

Die besondere Altersrente wurde zusammen mit der Versicherungspflicht für Arbeitnehmer im Jahre 1988 bzw. mit der späteren Ausdehnung der Versicherungspflicht auf Landwirte, Fischer und Selbstständige in ländlichen Gebieten eingeführt. Sie kann an Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet und eine Versicherungszeit von fünf oder mehr Jahren zurückgelegt haben, gezahlt werden.

Bei einer Ehescheidung werden die in der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften des einen Ehepartners zugunsten des anderen geteilt. Aus diesen übertragenen Anwartschaften wird in Korea eine eigenständige Altersrente gezahlt.

Erwerbsminderungsrente

In der koreanischen Rentenversicherung wird zwischen einer Erwerbsminderung ersten, zweiten oder dritten Grades unterschieden. Als einzige versicherungsrechtliche Voraussetzung müssen die Betroffenen in der koreanischen Rentenversicherung aktuell versichert sein. So können diese die Rente bereits mit einem einzigen Beitragsmonat erhalten.

Die aktuelle Versicherung kann auch mit einer deutschen Beitragszeit erfüllt werden.

Hinterbliebenenrenten

Zu den Hinterbliebenen zählen

  • die verwitwete Ehefrau (bzw. Lebenspartnerin bei einer Ehe nach Gewohnheitsrecht),
  • der verwitwete Ehemann (bzw. Lebenspartner bei einer Ehe nach Gewohnheitsrecht), wenn er das 60. Lebensjahr vollendet hat oder erwerbsgemindert ist,
  • die Kinder oder Enkel unter 18 Jahren sowie
  • die Eltern oder Großeltern, sofern sie das 60. Lebensjahr vollendet haben bzw. erwerbsgemindert sind.

Um eine Hinterbliebenenrente zu bekommen, muss der Verstorbene entweder eine Versicherungszeit von mindestens zehn Jahren zurückgelegt haben oder im Zeitpunkt des Todes versichert gewesen sein.

Bei der Mindestversicherungszeit von zehn Jahren bzw. bei der aktuellen Versicherung zum Zeitpunkt werden die deutschen Beitragszeiten des Verstorbenen ab dem 1. Januar 1988 berücksichtigt.

Die Hinterbliebenenrente wird grundsätzlich für die ersten fünf Jahre gezahlt. Haben Hinterbliebene nach Ablauf der fünf Jahre das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet, müssen für einen weiteren Hinterbliebenenrentenanspruch zusätzliche Kriterien erfüllt werden. Der Hinterbliebene muss z. B. Erwerbsgemindert ersten oder zweiten Grades sein oder er muss ein Kind unter 18 Jahren erziehen.

Quelle:

Die obengenannten Angaben stammen auszugsweise aus der folgenden Broschüre der DRV Bund.

Alle Angaben haben größtenteils den Rechtsstand Sommer 2017. Die Inhalte wurden sorgfältig recherchiert. Die Quellen sind: DRV Bund, Bundesagentur für Arbeit, DGUV, DVKA und BMAS. Trotzdem sind alle Inhalte rechtlich unverbindlich und dienen lediglich zur persönlichen Information. Rechtsansprüche gegenüber Dritten (insbesondere Sozialversicherungsträgern) können aus den Inhalten nicht abgeleitet werden. Bei konkreten Detailfragen wenden sich die Leser bitte ausschließlich an den zuständigen Sozialversicherungsträger.

Expat-Community in Südkorea: Just Landed
http://community.justlanded.com/de/Sudkorea

Meet Korea - Das deutsch-koreanische Forum
Meet-Korea.de ist eine Plattform für koreainteressierte Deutsche und deutschlandinteressierte Koreaner. Sie soll das Herstellen von Kontakten (Freundschaft, Brieffreundschaft) erleichtern sowie dem Kennenlernen der anderen Kultur dienen und einen Diskussionort für alle Koreareisenden, Auslandsstudenten und Austauschschüler, für koreanische Filmfans oder eben nur den allgemein an Korea interessierten Surfer sein.
http://www.meet-korea.de/