Work and Travel in Kanada

Das zweitgrößte Land der Erde bietet unberührte Landschaften, weite Seen und moderne Metropolen.

Kanada verbindet Tradition und multikulturelle Lebensweisen. Jede Reise in das Land des Ahorns ist auf seine Weise faszinierend. Immer geprägt von unvergesslichen Erlebnissen. Kein Wunder, dass Kanada als klassisches Einwanderungsland gilt. Zahlreiche Aussteiger und Auswanderer aus Deutschland und dem Rest der Welt suchen hier jedes Jahr ihr Glück.

Auch junge Leute entscheiden sich immer häufiger für ein Auslandsjahr in Kanada im Rahmen eines Work and Travel Programms. Das Angebot ist vielfältig. Lassen Sie sich hier keinen Bären aufbinden und informieren sich vorab. Wir klären Sie über die wichtigsten Punkte auf.

Nach Kanada mit dem Working-Holiday-Visum

Werden Sie zum Kanadier auf Zeit.

Ein Jahr lang können Sie mit dem Visum in Kanada reisen und Gelegenheitsjobs annehmen. Auch ein Studium ist möglich, jedoch nur maximal bis zu vier Monate. Wichtig zu wissen: Vor der Abreise müssen Sie eine Jobbestätigung im Land nachweisen können.

Welche Jobs stehen Ihnen in Kanada zur Verfügung?

Klassische Jobs

Kellner, Küchenhilfe oder Aushilfe im Skiresort. Im Gastgewerbe und der Saisonarbeit lässt sich immer eine Stelle finden. Beliebt ist aber auch die Farmarbeit. Hier etabliert sich seit einigen Jahren auch das WWOOFing und die Arbeit auf den Alpaka Farmen im Land.

Au-pair

Im Rahmen des "Live-In Caregiver Program" können junge Deutsche als Au-pair nach Kanada reisen. Die Kinderbetreuung umfasst hier maximal 40 Wochenstunden. Über die restliche Zeit darf frei verfügt werden. Das Taschengeld kann bis zu 300 kanadische Dollar pro Woche betragen. Wenn Sie nach einer passenden Agentur suchen, sollten Sie unbedingt auf den Seiten von au-pair-agenturen.de vorbeischauen.

Nehmen Sie als Au-pair regelmäßig an Sprachkursen teil, kann weiterhin Anspruch auf Kindergeld aus Deutschland bestehen. Informieren Sie sich vorab bei der zuständigen Familienkasse über die Rahmenbedingungen.

Tipps für den Aufenthalt

In Kanada angekommen, kümmern Sie sich als erstes um einen Schlafplatz. Studentenwohnheime, Hostels und kleine Apartments sind guten Anlaufstellen. Connecten Sie sich mit anderen Backpackern vor Ort. Denn wenn Sie die Kosten für die Unterkunft unter mehreren aufzuteilen, wird die Reisekasse geschont. In Großstädten wie Toronto kann die Wohnungssuche mühselig sein. Die Mieten sind außerdem sehr teuer. Das gemeinschaftliche Leben hilft Ihnen auch hier weiter. Wohngemeinschaften sind sehr beliebt und andere Backpacker können Ihnen wertvolle Hinweise auf freie Plätze geben. In kleineren Studentenstädten stehen die Chancen auf einen WG-Platz besser.

Das Smartphone darf auch in Kanada nicht fehlen. Mobil telefonieren und surfen ist hier im Vergleich zu Deutschland sehr kostenintensiv. Wenn Sie sich vor Ort eine SIM-Karte anschaffen, sind Sie mit einem Drittanbieter am günstigsten unterwegs. Einige deutsche Mobilfunkunternehmen bieten auch spezielle Traveltarife an. Damit wäre die Anschaffung einer neuen SIM-Karte hinfällig und die Kommunikation gesichert.

Organisatorisch geht es direkt weiter. Bevor ein Job gesucht werden kann, benötigen Sie zwingend eine SIN-Nummer. Diese erhalten Sie in einem Servicebüro, was in jeder Stadt mehrfach zu finden ist. Unser Tipp: An einigen Flughäfen kann die Sozialversicherungsummer bereits bei der Ankunft im Terminal beantragt werden. Am besten informieren Sie sich noch in Deutschland über die Möglichkeiten.

Die Jobsuche ist relativ simpel. Fragen Sie direkt in den Unternehmen nach oder suchen Sie über Portale im Internet. Am bekannesten ist die Webseite www.craigslist.org. Der amerikanische Online-Marktplatz ist eine gute Anlaufstelle und kann auch für die Suche einer Unterkunft genutzt werden. Die meisten Jobs finden Sie im gastronomischen Bereich oder im Service. Reisen Sie in der Weihnachtszeit in den Westen Kanadas, dann wäre vielleicht ein Job auf dem dortigen deutschen Weihnachtsmarkt interessant. Die Vielzahl an deutschen Produkten vertreibt das Heimweh gleich mit.

Mobilität in Kanada

In Kanada sind Entfernungen größer, als Sie es von Deutschland gewohnt sind. Regional sind die Verkehrsanbindungen zum Teil schlecht ausgebaut. Bahn und Fernbusse deswegen nicht immer verfügbar. In den Großstädten ist man per Bus, Bahn oder Fahrrad unterwegs. Planen Sie länger als ein paar Wochen in Kanada zu bleiben, ist es ratsam sich über ein eigenes Auto Gedanken zu machen.

Alltag planen

Das Leben in Kanada ist teuer, besonders Lebensmittel und Alkohol. Die großen Supermarktketten haben zwar erschwingliche Preise, dafür aber kaum frisches Gemüse oder Fleisch. Typisch deutsches Roggenbrot suchen Sie vielerorts vergeblich. Die sanitären und hygienischen Verhältnisse entsprechen denen in Deutschland. Leitungswasser können Sie in Kanada bedenkenlos trinken. Durch den hohen Chlorgehalt ist der Geschmack gewöhnungsbedürftig. Wenn Sie auswärts in Restaurants essen, dann gehört Trinkgeld zum guten Ton - selbst bei schlechtem Service.

Bei technischen Geräten müssen Sie an einen passenden Adapterstecker denken. Tipp: Nutzen Sie Steckdosenwürfel. So müssen Sie nur einen Adapter kaufen und nutzen für die restlichen Geräte weiter die europäischen Stecker. Eine praktische Lösung, die nach der Rückkehr in Deutschland weiter genutzt werden kann. Die Steckdosenspannung in Kanada beträgt übrigens 120 Volt. Nicht jedes Gerät ist damit kompatibel. Hier hilft ein Spannungswandler weiter.

Wie bereits oben erwähnt, sind die Kanadier ein sehr gastfreundliches Volk. Nutzen Sie die Gelegenheit um Insidertipps für die Working Holidays zu sammeln. So kommen Sie auch mit anderen Reisenden vor Ort in Kontakt und können sich vielleicht für einen Teil des Trips zusammenschließen. Empfehlungen für Ausflugsziele bringen Sie an Orte, die nicht jeder Tourist besucht. Erfahrungen, die unbezahlbar sind.

Wetter und Klima

So vielseitig wie die Landschaft ist auch das kanadisches Wetter. Je nach Region sind Sie durchgehend mit maritimen Klima konfrontiert oder mit starken Extremen. Die richtige Kleidung ist das A und O.

In den Wintermonaten kann es zu schweren Schneestürmen kommen. Im Sommer könnten Waldbrände im Westen Ihre Reise beeinflussen.

Sicher unterwegs

Kanada gilt allgemein als sicheres Land. Die Kriminalitätsrate ist niedrig. An beliebten Touristenzielen und in Großstädten sollten Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt lassen. Hier sind Kleinkriminelle keine Unbekannten.

Geld / Kreditkarten

In Kanada können Sie fast überall mit einer Kreditkarte zahlen. Es ist eines der gängigsten Zahlungsmittel. Wenn Sie Bargeld benötigen, finden Sie vielerorts einen Geldautomaten.

Medizinische Versorgung

Arzttermine sind schwer zu bekommen. Sollten Sie während Ihrer Reise krank werden, suchen Sie am besten eine "walk-in clinic" auf. Die Behandlung ist oft nur gegen Vorkasse möglich und teuer. Schließen Sie deshalb unbedingt vor Reiseantritt eine Auslandskrankenversicherung ab. Damit Sie nicht lange nach einer passenden Versicherung suchen müssen, haben wir hier Tipps zusammengestellt.

Was kosten Working-Holidays in Kanada?

Working-Holiday-Visum

Für das Working-Holiday-Visum wird zur Zeit eine Gebühr in Höhe von 250 kanadischen Dollar (CAD) fällig.

Versicherung

Eine Auslandskrankenversicherung ist ein absolutes Muss. Die monatlichen Kosten sind nach Leistungsumfang unterschiedlich. Es gibt aber noch andere Risiken auf Reisen, die abgesichert werden können. Wir empfehlen deswegen einen Komplettschutz aus Auslandskranken-, Privathaftpflichtversicherung, Unfall- sowie Assistanceversicherung.

Flugticket

Ein Flugticket für Australien ist ab ca. 1400 Euro zu haben und somit sehr kostenintensiv. Eine frühe Buchung reduziert die Ausgaben. Mit einem Ticket ohne festen Rückflugtermin sind Sie flexbiler.

Lebensunterhalt

Kanada ist ein teures Land. Sie werden einen Großteil für Unterkunft und Lebensmittel ausgeben. Wollen Sie sich außer der Reihe etwas leisten, legen Sie am Besten zusätzlich Geld zur Seite.

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