Wo leben Deutsche in den USA?

Die beliebtesten Regionen für Auswanderer

Die USA gehören seit Jahrzehnten zu den wichtigsten außereuropäischen Auswanderungszielen deutscher Staatsbürger. Laut Daten des U.S. Census Bureau leben rund 540.000 in Deutschland geborene Menschen in den USA. Zusätzlich geben rund 46 Millionen Amerikaner deutsche Vorfahren an.

Besonders gefragt sind Kalifornien, Texas, Florida, New York sowie der Großraum Washington D.C. und Nord-Virginia. Hier finden deutsche Fachkräfte, Unternehmer, Wissenschaftler und Führungskräfte attraktive Karrierechancen sowie etablierte deutsch-amerikanische Netzwerke.

Wissenswertes auf einen Blick

  • Die USA zählen zu den beliebtesten Auswanderungszielen deutscher Staatsbürger außerhalb Europas.
  • Rund 540.000 in Deutschland geborene Menschen leben in den Vereinigten Staaten.
  • Viele deutsche Auswanderer konzentrieren sich auf große Wirtschafts- und Technologiestandorte wie Kalifornien, Texas, Florida und New York.
  • Deutsche ziehen heute vor allem wegen Karrierechancen, Forschung, Unternehmensentsendungen, Investitionsmöglichkeiten oder persönlicher Lebensziele in die USA.
  • Die größten deutschen Expat-Netzwerke befinden sich überwiegend in wirtschaftsstarken Metropolregionen.
  • Viele Deutsche leben zunächst mit Arbeits-, Unternehmens- oder Investorenvisa in den USA.
  • Die Lebenshaltungs- und Wohnkosten unterscheiden sich erheblich zwischen den Bundesstaaten.
  • Krankenversicherung, Aufenthaltsstatus, Steuern und Familienplanung sollten bereits vor der Auswanderung berücksichtigt werden.

Was sind die 5 beliebtesten US-Ziele deutscher Auswanderer?

Kalifornien: Innovation, Forschung und Unternehmertum

Kalifornien gilt als wichtigster Wohnort moderner deutscher Zuwanderer in den USA. Über 70.000 in Deutschland geborene Menschen leben dort.

Die deutsche Community konzentriert sich vor allem auf den Großraum Los Angeles (ca. 21.000), die San Francisco Bay Area inkl. dem Silicon Valley (ca. 17.000) sowie San Diego (ca. 7.000).

Universitäten wie Stanford, zahlreiche Risikokapitalgeber und globale Technologiekonzerne schaffen hervorragende Karrierebedingungen.

Für wen eignet sich Kalifornien?

  • IT-Fachkräfte
  • Ingenieure
  • Wissenschaftler
  • Unternehmer
  • Kreative Berufe

Florida: Sonne, internationale Wirtschaft und Ruhestand

Florida zählt seit Jahren zu den beliebtesten Bundesstaaten deutscher Auswanderer: Etwa 54.000 in Deutschland geborene Personen leben laut Census-Daten im “Sunshine State”. 

Besonders gefragt sind:

  • Großraum Miami / Fort Lauderdale
  • Fort Myers / Cape Coral
  • Tampa
  • Orlando

Florida zieht unterschiedliche Gruppen deutscher Auswanderer an. Neben Ruheständlern leben hier viele Unternehmer, Investoren sowie Fachkräfte aus dem Tourismus-, Dienstleistungs- und Gastgewerbesektor.

Der Bundesstaat profitiert von seiner engen wirtschaftlichen Vernetzung mit Lateinamerika, einem starken Dienstleistungssektor und einem hohen Freizeitwert.

Ein wichtiger Standortvorteil: Florida erhebt keine bundesstaatliche Einkommensteuer.

Für wen eignet sich Florida?

  • Unternehmer
  • Selbstständige
  • Familien
  • Ruheständler
  • Beschäftigte im internationalen Handel

New York: Das Tor zur internationalen Karriere

New York City bleibt eine der wichtigsten Anlaufstellen für deutsche Fach- und Führungskräfte. Etwa 38.000 Deutsche leben im gesamte Bundesstaat New York, die meisten davon im Großraum New York City. Im direkt angrenzenden Bundesstaat New Jersey leben nochmal ca. 17.000 in Deutschland geborene Personen.

Die Metropole bietet hervorragende Perspektiven in Bereichen wie:

  • Finanzwirtschaft
  • Unternehmensberatung
  • Recht
  • Medien
  • Werbung
  • Internationale Unternehmenssteuerung

Viele deutsche Unternehmen unterhalten Niederlassungen in der Region, weshalb New York auch für entsandte Mitarbeiter attraktiv ist. Hinzu kommen große deutsch-amerikanische Wirtschaftsnetzwerke sowie zahlreiche Direktverbindungen nach Deutschland.

Für wen eignet sich New York?

  • Fach- und Führungskräfte
  • Finanzexperten
  • Unternehmensberater
  • Medienschaffende
  • Berufseinsteiger mit internationaler Karriereplanung

Texas: Der große Gewinner unter deutschen Auswanderern

Texas gewinnt seit Jahren an Bedeutung. Schätzungen zufolge leben dort mittlerweile etwa 40.000 in Deutschland geborene Einwohner.

Besonders gefragt sind die Städte Dallas / Fort Worth, Houston und Austin.

Viele deutsche Fachkräfte zieht es nach Texas, da der Bundesstaat eine Kombination aus dynamischer Wirtschaft, guter Beschäftigungslage und vergleichsweise moderaten Wohnkosten bietet.

Für wen eignet sich Texas?

  • Ingenieure
  • IT-Fachkräfte
  • Techniker
  • Familien
  • Unternehmensgründer

Washington D.C.: Zentrum für Politik, Sicherheit und internationale Zusammenarbeit

Der Großraum Washington D.C. (inkl. den angrenzenden Bundesstaaten Virginia und Maryland) zählt zu den wichtigsten Zentren für internationale Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA.

Hier befinden sich u.a. die deutsche Botschaft, internationale Organisationen, Wirtschaftsverbände, Think Tanks und Forschungseinrichtungen.

Die Region profitiert zusätzlich von diplomatischen, sicherheitspolitischen und militärischen Kooperationen. Viele deutsche Staatsbürger leben hier im Rahmen internationaler Organisationen, Regierungsprogramme oder längerfristiger Entsendungen.

Für wen eignet sich Washington D.C.?

  • Diplomaten
  • Beamte
  • Journalisten
  • Mitarbeitende internationaler Organisationen
  • Verbandsvertreter
  • Sicherheits- und Verteidigungsexperten

Welche Faktoren sind bei der Wohnortwahl besonders wichtig?

Viele Auswanderer orientieren sich bei der Wahl des künftigen Wohnorts zunächst an Klima oder Lebensstil. Für einen langfristig erfolgreichen Neustart in den USA sind jedoch häufig andere Faktoren entscheidender:

  • Berufliche Perspektiven
  • Lebenshaltungskosten
  • Steuerbelastung
  • Schul- und Betreuungsangebote
  • Krankenversicherung und lokale Gesundheitsversorgung
  • Infrastruktur und Mobilität
  • Nähe zu internationalen Flughäfen und Deutschland

Gerade die Gesundheitskosten können in den USA erheblich höher ausfallen als in Deutschland. Wer auswandert oder entsendet wird, sollte seinen Versicherungsschutz frühzeitig prüfen.

Wichtige rechtliche Aspekte vor der Auswanderung

Die meisten Deutschen ziehen zunächst mit einem zeitlich befristeten Visum in die USA.

Zu den klassischen Visa gehören:

L-1-Visum (Unternehmensinterne Versetzung): Wird häufig von deutschen Unternehmen genutzt, um Führungskräfte oder Spezialisten in amerikanische Niederlassungen zu versetzen.

H-1B-Visum (Fachkräftevisum): Besonders verbreitet bei Ingenieuren, IT-Spezialisten, Forschern und anderen hochqualifizierten Fachkräften.

E-2-Investorenvisum: Beliebt bei deutschen Unternehmern, die Kapital in ein eigenes Unternehmen in den USA investieren und dieses aktiv führen.

O-1-Visum: Für Personen mit außergewöhnlichen Leistungen in Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst oder Sport.

J-1- und F-1-Visum: Häufig genutzt von Studierenden, Forschern, Praktikanten und Teilnehmern von Austauschprogrammen.

Viele Deutsche wechseln später in eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis, beispielsweise über arbeitgebergestützte Greencards (EB-1, EB-2 oder EB-3), Familienzusammenführung oder die Diversity-Visa-Lotterie.

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick

  • Rund 520.000 in Deutschland geborene Menschen leben in den USA.
  • Besonders beliebt sind Kalifornien, Texas, Florida, New York sowie der Großraum Washington D.C.
  • Viele Deutsche ziehen heute wegen Karrierechancen, Forschung, Unternehmensentsendungen oder Unternehmertum in die USA.
  • Kalifornien, Austin und der Research Triangle Park gehören zu den wichtigsten Technologie- und Innovationsstandorten.
  • Viele Deutsche leben zunächst mit H-1B-, L-1- oder E-2-Visa in den USA.
  • Die individuell beste Region hängt von Beruf, Lebenssituation, Budget und Aufenthaltsstatus ab.

FAQ: Häufige Fragen deutscher Auswanderer zu den USA

Besonders viele in Deutschland geborene Einwohner leben in Kalifornien, Texas, Florida und New York. Die größten Konzentrationen finden sich häufig in den jeweiligen Metropolregionen.

Für viele Auswanderer ja. Florida bietet ein warmes Klima, internationale Wirtschaftsbeziehungen und erhebt keine bundesstaatliche Einkommensteuer. Gleichzeitig sollten Wetterrisiken und steigende Versicherungskosten berücksichtigt werden.

Das hängt von der Branche ab. Technologieberufe profitieren besonders von Kalifornien, Texas und North Carolina, während New York für Finanzberufe und Washington D.C. für internationale Organisationen interessant ist.

Viele deutsche Ruheständler bevorzugen Florida aufgrund des warmen Klimas, der guten Flugverbindungen nach Europa und des großen internationalen Umfelds.

Ja. Viele Deutsche leben mehrere Jahre mit Arbeits-, Unternehmens- oder Investorenvisa wie H-1B, L-1 oder E-2 in den USA. Für einen dauerhaften Aufenthalt wird häufig später eine Greencard angestrebt.

Die Unterschiede sind erheblich. New York und Kalifornien gehören zu den teuersten Regionen des Landes. Texas und North Carolina bieten häufig ein günstigeres Verhältnis zwischen Einkommen und Wohnkosten.

Die USA verfügen überwiegend über ein privat organisiertes Gesundheitssystem. Auswanderer sollten vor der Einreise prüfen, ob eine US-Krankenversicherung oder eine internationale Krankenversicherung erforderlich ist.