Fünf Jahre auf den Kanaren

Spontaner Umzug nach Fuerteventura

Bettina kurz nach ihrer Ankunft auf Fuerteventura im Jahr 2003

Wer – Bettina Müller-Farné 

Wohnort – inzwischen wieder Deutschland

Wohnort im Ausland – Fuerteventura

Zeit auf Fuerteventura – 5 Jahre (2003-2008)

 

Der Traum vom Leben im Ausland

Schon als Jugendliche hatte Bettina Müller-Farné den Wunsch, für einige Zeit im Ausland zu leben und andere Länder wirklich kennenzulernen. Ganz oben auf ihrer Liste stand ursprünglich London, auch weil dort ein Teil ihrer Familie lebt.

Nach der Berufsausbildung begann Bettina deshalb, Bewerbungen ins Ausland zu schicken – nicht nur nach Großbritannien, sondern auch nach Spanien, Griechenland, in die Schweiz und nach Österreich.

In Spanien fand sie im Jahr 2003 schließlich den ersten Arbeitgeber, bei dem es wirklich passte: eine Stelle in einem spanischen Hotel auf Fuerteventura. Praktischerweise war der künftige Arbeitgeber ein Schweizer, sodass die Sprachbarriere zumindest wegfiel. Organisatorische Fragen konnte Bettina auf Deutsch mit ihm besprechen, was die Entscheidung zusätzlich erleichterte. Sie unterschrieb einen Jahresvertrag und dann ging alles ziemlich schnell – so schnell, dass Bettinas Umfeld ziemlich überrascht war über ihre recht spontane Abreise.

Hinter ihrem Umzug nach Fuerteventura stand aber kein langfristiger Auswanderungsplan. Ausschlaggebend waren vor allem Neugier, Fernweh und der Wunsch, ein anderes Land einmal wirklich zu erleben und nicht nur als Urlauberin kennenzulernen.

Bettinas erste Wohnung auf Fuerteventura

Wenig Vorbereitung, aber viel Enthusiasmus: Bettina berichtet von ihrer Zeit auf Fuerteventura

Wie haben Sie sich auf die Auswanderung vorbereitet?

„Da meine Entscheidung relativ spontan fiel und Spanien vorher nicht als festes Ziel feststand, sprach ich zu diesem Zeitpunkt noch kein Spanisch. Ich hatte etwas Geld angespart, aber keinen langfristig vorbereiteten Auswanderungsplan. Meine Wohnung in Deutschland kündigte ich zunächst nicht. Ich packte tatsächlich erst einmal nur ein paar Koffer und machte mich auf den Weg.

Für meinen Aufenthalt schloss ich eine Auslandsreisekrankenversicherung für längere Auslandsaufenthalte ab. Vieles Organisatorische ergab sich anschließend erst vor Ort bzw. mit Unterstützung meines Arbeitgebers. Fuerteventura selbst kannte ich zu diesem Zeitpunkt tatsächlich nur aus Reisekatalogen.“

Mit welchen Erwartungen sind Sie ausgewandert?

„Große oder sehr konkrete Erwartungen hatte ich eigentlich nicht. Mir ging es vor allem darum, ein anderes Land wirklich kennenzulernen und die Sprache zu lernen. Wie mein Alltag dort aussehen würde, konnte ich mir vorher kaum vorstellen. Ich kannte die Insel schließlich noch nicht und kannte dort außer meinem zukünftigen Arbeitgeber niemanden.

Auch ob ich nach einem Jahr tatsächlich wieder nach Deutschland zurückkehren würde, stand für mich nicht fest. Der Arbeitsvertrag war zunächst auf ein Jahr angelegt. Wie lange ich wirklich bleiben wollte, wollte ich bewusst auf mich zukommen lassen.“

Wie haben Sie die Ankunft erlebt?

„Schon der Flug nach Fuerteventura fühlte sich ein bisschen wie der Beginn eines Abenteuers an. Zufällig saß ich neben einem Surflehrer, der auf der Insel lebte und mir während der rund vier Stunden Flug bereits einige abenteuerliche Geschichten aus seinem Leben dort erzählte. Als ich im Februar aus dem Flugzeug stieg, war ich zunächst überrascht, wie warm es war. Es waren ungefähr 20 Grad – während einige Einheimische tatsächlich mit Winterjacken unterwegs waren.

Am Flughafen folgte allerdings schnell die Erkenntnis, dass ich jetzt wirklich in einem anderen Land angekommen war. Um mich herum wurde Spanisch gesprochen und ich verstand praktisch nichts. Mit Englisch kam ich nur begrenzt weiter. Mein Schweizer Arbeitgeber holte mich am Flughafen ab und wir fuhren ungefähr eine Stunde durch die karge Landschaft Fuerteventuras. Diese erste Fahrt ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Alles fühlte sich völlig surreal an: die ungewohnte Landschaft, die Sonne, spanische Musik im Radio, der Geruch des Meeres und dieser unglaubliche Wind.
Gleichzeitig habe ich mich unglaublich frei gefühlt.

Die erste Nacht verbrachte ich im Haus meines Arbeitgebers. Wir regelten die ersten Formalitäten und am nächsten Tag fuhren wir zu der für mich organisierten Mietwohnung, um Mietvertrag und Schlüsselübergabe zu erledigen.“

Welche Schwierigkeiten sind Ihnen anfangs begegnet?

„Eine der größten Herausforderungen war ganz klar die Sprache. Ich hatte zwar deutsche Kolleginnen und Kollegen, aber gerade in der Hotellerie arbeiteten natürlich auch viele Einheimische und ich verstand zunächst schlicht nicht, was sie sagten. Wörterbuch und Gespräche mit Händen und Füßen gehörten deshalb zum Alltag.

Besonders schwierig war die Verständigung bei Behördengängen. Zur Beantragung meiner NIE-Nummer begleitete mich beim ersten Mal mein Arbeitgeber. Alleine hätte ich das damals kaum geschafft. Dort wurde Spanisch gesprochen und auch erwartet, dass ich mich auf Spanisch verständigen konnte. Gerade bei Behörden habe ich mich als Ausländerin damals nicht immer willkommen gefühlt. Meine persönliche Erfahrung war teilweise von Skepsis geprägt und wenn ich später alleine etwas nicht sofort verstand, wurde mitunter auch genervt reagiert.

Dazu kam anfangs durchaus Heimweh. Nach ungefähr zwei Monaten entstand dann ein wesentlich größeres Problem: Die Arbeitsbedingungen bei meinem Arbeitgeber stellten sich vor Ort anders dar, als sie vorher mit mir besprochen worden waren. Schließlich kündigte ich. Damit fiel plötzlich genau das Sicherheitsnetz weg, das mir den Start erleichtert hatte. Ich musste entscheiden: Gehe ich zurück nach Deutschland oder bleibe ich?
Ich entschied mich zu bleiben. Zunächst suchte ich mir schnell eine Möglichkeit, meinen Lebensunterhalt zu verdienen, und begann in einer deutschen Bar zu kellnern.“

Wie verlief Ihre soziale, sprachliche und kulturelle Integration auf Fuerteventura?

„Durch die Arbeit in der Bar lernte ich innerhalb kurzer Zeit sehr viele Menschen kennen – Deutsche und Österreicher, aber auch viele Einheimische. Sprachlich war diese Zeit zunächst ziemlich abenteuerlich. Einige meiner spanischen Kollegen brachte ich mit meinen fehlenden Sprachkenntnissen vermutlich fast zur Verzweiflung, weil ich z.B. Bestellungen falsch verstand.

Gleichzeitig war genau dieser Sprung ins kalte Wasser wahrscheinlich einer der Gründe dafür, dass ich so schnell lernen musste. Im Alltag konnte ich mich nicht darauf verlassen, dass jemand Deutsch mit mir sprach. Zusätzlich besuchte ich einen Spanisch-Grundkurs. Nach und nach wurden die Verständigung und damit auch viele alltägliche Situationen einfacher. Mein wachsendes Netzwerk half mir schließlich auch beruflich. Durch die vielen Kontakte erfuhr ich schnell, wenn irgendwo deutschsprachiges Personal gesucht wurde. So fand ich wieder eine Stelle in der Hotellerie.

Ich zog außerdem in eine WG und mein Leben bekam zunehmend einen eigenen Alltag, der nicht mehr von meinem ursprünglichen Arbeitgeber abhängig war. Ab da war ich angekommen.“

Was gefiel Ihnen besonders gut am Leben auf Fuerteventura?

„Die spanische Lebensart habe ich als deutlich anders erlebt als das Leben, das ich aus Deutschland kannte. Vieles fühlte sich weniger getaktet und weniger stressig an. Nicht alles musste sofort passieren – manches eben „mañana“. Auch der Tagesrhythmus war ein anderer und die Mentalität der Menschen habe ich häufig als herzlich und offen erlebt.

Natürlich spielte die Insel selbst eine große Rolle. Nach Feierabend noch an den Strand gehen zu können, war für mich etwas Besonderes. Ich liebe Sonne und das Klima auf Fuerteventura tat mir persönlich sehr gut. Gleichzeitig war es gar nicht nur das klassische Bild von Sonne und Strand, das mich faszinierte. Ich mochte gerade die karge Landschaft und die besondere Stille der Insel. An meinen freien Tagen mietete ich mir häufig ein Auto und fuhr einfach los, um neue Orte zu entdecken.

Besonders prägend waren auch die Menschen. Ich lernte Personen aus vielen verschiedenen Ländern und mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten kennen. Auf Fuerteventura entstand außerdem eine Freundschaft mit einer Deutschen, die bis heute zu meinen guten Freundinnen gehört.
Aus dem ursprünglich geplanten Jahr wurden schließlich mehrere Jahre. Ich blieb, weil ich mich auf der Insel irgendwann wirklich zu Hause fühlte und auch, weil ich mich dort verliebt hatte.“

Was haben Sie aus Deutschland vermisst?

„Natürlich vermisste ich meine Familie und Freunde. Daneben waren es aber auch ganz alltägliche Dinge, deren Bedeutung mir vorher gar nicht so bewusst gewesen war. Dazu gehörte z.B. die Möglichkeit, spontan irgendwohin zu fahren oder einfach einmal shoppen zu gehen. Ich lebte in einem kleineren Ort (Costa Calma) und hatte anfangs kein Auto. Regelmäßige öffentliche Verkehrsmöglichkeiten, wie ich sie aus Deutschland kannte, fehlten mir deshalb. Bis zur Inselhauptstadt war ich ungefähr eineinhalb Stunden unterwegs. Dort befanden sich viele größere Behörden und Ämter, aber auch mehr Geschäfte mit weniger touristisch geprägten Preisen. Auch Lebensmittel konnten aufgrund der Insellage vergleichsweise teuer sein – insbesondere importierte beziehungsweise deutsche Produkte.“ 


Welche Erfahrungen haben Sie mit der Gesundheitsversorgung gemacht?

„Zum Glück musste ich während meiner Zeit auf Fuerteventura nicht häufig medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Trotzdem war die Gesundheitsversorgung einer der Bereiche, in denen ich Unterschiede zu Deutschland besonders deutlich wahrgenommen habe. Bei meinem Start half mir mein Arbeitgeber auch dabei zu verstehen, wie die Versorgung vor Ort organisiert war. In meiner damaligen Situation wurde mir ein Arzt zugeordnet. Das empfand ich zunächst als deutlichen Unterschied zu dem System, das ich aus Deutschland kannte.

Welche Wahlmöglichkeiten innerhalb des kanarischen Gesundheitssystems tatsächlich bestanden, war mir damals allerdings gar nicht bewusst. Rückblickend ist gerade das für mich interessant: Nicht nur die vorhandene Versorgung spielte eine Rolle, sondern auch die Frage, ob man als neu Zugezogene überhaupt versteht, wie das System funktioniert und welche Möglichkeiten man hat. Wenn ich fachärztliche Versorgung benötigte, musste ich mich zusätzlich darum kümmern, wo und wann diese für mich verfügbar war und entsprechende Termine organisieren.

Besonders deutlich habe ich das bei der gynäkologischen Versorgung erlebt. In meinem damaligen Wohnort gab es nach meiner Erinnerung keine reguläre gynäkologische Praxis, wie ich sie aus Deutschland kannte. Ich nutzte deshalb ein privates medizinisches Zentrum. Dort kam ein Gynäkologe in bestimmten Abständen von Gran Canaria nach Fuerteventura. Für mich bedeutete das teilweise längere Wartezeiten und vor allem wenig Kontinuität in der Betreuung. Ein über längere Zeit gewachsenes Vertrauensverhältnis zu derselben gynäkologischen Praxis, wie ich es aus Deutschland kannte, entstand dadurch nicht.

Schwangerschaft und Geburt – Beobachtungen aus meinem Umfeld: Ich selbst war während meiner Zeit in Spanien nicht schwanger und habe dort kein Kind bekommen. Ich habe aber bei deutschen Kolleginnen erlebt, dass insbesondere die Entfernung von unserem damaligen Wohnort zur Geburtsklinik und die Frage nach verfügbaren Ansprechpartnerinnen vor Ort Unsicherheit auslösen konnten.

Nach meiner Erinnerung war das Krankenhaus mit Geburtsstation von unserem Wohnort ungefähr eineinhalb Stunden Autofahrt entfernt. Gerade bei Frauen, die ihr erstes Kind erwarteten, entstanden dadurch sehr praktische Fragen: Wann muss ich losfahren? Komme ich rechtzeitig im Krankenhaus an? Wen kann ich vorher fragen? Welche Unterstützung gibt es in meiner unmittelbaren Umgebung? Auch die Suche nach Ansprechpartnerinnen rund um Schwangerschaft und Geburt habe ich damals in meinem Umfeld teilweise als schwierig erlebt.“

Welche Rolle spielte die Sprache bei Gesundheitsthemen?

„Auch nachdem mein Spanisch im Alltag deutlich besser geworden war, blieben medizinische Gespräche eine besondere Herausforderung. Medizinische Begriffe gehören schließlich nicht unbedingt zu dem Wortschatz, den man zuerst lernt. Ich nahm teilweise ein Wörterbuch mit zu Terminen. Gerade bei sensiblen Gesundheitsthemen kann es außerdem einen Unterschied machen, ob man sich in seiner Muttersprache ausdrücken kann. Manchmal stellt man eine Frage anders als beabsichtigt oder versteht eine Antwort nicht vollständig. Für mich war deshalb die Unterstützung durch Menschen, die mir gerade am Anfang erklärten, wie bestimmte Dinge funktionieren, sehr wertvoll.

Rückblickend würde ich es so beschreiben: Versorgung zu haben bedeutet nicht automatisch, sich auch orientieren zu können.“

Worauf sind Sie rückblickend besonders stolz?

„Rückblickend bin ich vor allem stolz darauf, dass ich nach den Schwierigkeiten mit meinem ersten Arbeitgeber nicht einfach aufgegeben habe und nach Deutschland zurückgegangen bin. Ich habe Spanisch gelernt, neue Arbeit gefunden, mir ein eigenes soziales Umfeld aufgebaut und in diesen Jahren unglaublich viele Erfahrungen gesammelt. Heute frage ich mich manchmal, ob ich mich persönlich genauso weiterentwickelt hätte, wenn ich damals in Deutschland geblieben wäre.

Auf Fuerteventura habe ich viel über mich selbst gelernt. Vielleicht habe ich dort zum ersten Mal wirklich erfahren, was alles möglich sein kann, wenn man etwas einfach ausprobiert – auch wenn vorher noch nicht jeder Schritt feststeht. Gleichzeitig habe ich mir etwas von der spanischen Lebensart mitgenommen. Nicht alles muss immer sofort passieren, nicht alles muss so ernst genommen werden und manchmal ist es gut, etwas langsamer zu werden und ein Stück weit mit dem Leben zu gehen, statt ständig dem nächsten Ziel hinterherzulaufen. Diese Haltung begleitet mich bis heute.“

Was würden Sie heute anders machen?

„Heute würde ich mich vor einem solchen Schritt intensiver über den Ort informieren, an den ich ziehen möchte und auch über meinen zukünftigen Arbeitgeber. Ich würde die Region vorher mindestens einmal bereisen. Nicht nur, um dort Urlaub zu machen, sondern um mir ganz konkret die Gegend anzusehen, in der ich später leben möchte.

Auch sprachlich würde ich mich heute besser vorbereiten und zumindest einige Grundkenntnisse mitbringen. Eines würde ich mir allerdings auf keinen Fall ausreden: offen auf Menschen zuzugehen, nur weil man ihre Sprache noch nicht gut spricht. Ich habe damals erlebt, dass viele Einheimische es durchaus sympathisch fanden, wenn ich versucht habe, Spanisch zu sprechen – selbst wenn dabei ziemlich merkwürdige Sätze herauskamen. Oft entstand gerade dadurch ein Kontakt. Für mich war es hilfreicher, es einfach zu versuchen, als automatisch davon auszugehen, dass mein Gegenüber schon Englisch mit mir sprechen wird.“

Welche konkreten Tipps würden Sie Menschen geben, die heute auf die Kanaren ziehen möchten?

„Ich würde mich nicht nur allgemein über Spanien oder die Kanaren informieren, sondern sehr konkret über den zukünftigen Wohnort. Gerade auf einer Insel können Entfernungen eine ganz andere Bedeutung bekommen. Wo befinden sich Ärzte und Apotheken? Wo sind größere Einkaufsmöglichkeiten? Wie erreiche ich Behörden? Brauche ich im Alltag ein Auto?

Auch die digitale Erreichbarkeit würde ich heute vorab klären. Als ich nach Fuerteventura zog, hatte ich in meiner Wohnung zunächst keinen eigenen Telefon- oder Internetanschluss und nutzte Internetcafés. Die technischen Möglichkeiten sind heute natürlich völlig andere. Das Prinzip dahinter ist aber geblieben: Gerade nach einem Umzug tauchen Fragen auf, an die man vorher überhaupt nicht gedacht hat. Deshalb würde ich heute beispielsweise dafür sorgen, vom ersten Tag an ausreichend mobile Daten zur Verfügung zu haben und zu wissen, wo ich alternativ WLAN nutzen kann.

Auch über Besonderheiten wie die lokale Wasserversorgung würde ich mich informieren. Fuerteventura ist aufgrund seiner natürlichen Bedingungen stark auf Meerwasserentsalzung angewiesen. Während meiner damaligen Zeit wurde mir vor Ort geraten, Leitungswasser nicht einfach als Trinkwasser zu verwenden, sodass gekauftes Wasser für mich zum Alltag gehörte.

Und auf manche Dinge kann man sich vermutlich sowieso nur bedingt vorbereiten: Meine erste Begegnung mit wirklich großen Kakerlaken und Heuschrecken gehört definitiv dazu. Mein Rat wäre deshalb, nicht alles bis ins letzte Detail durchzuplanen. Man sollte sich so gut informieren, dass man vor Ort handlungsfähig ist und gleichzeitig offen genug bleiben für alles, was sich vorher nicht planen lässt.“

Bettina kurz vor Ihrer Rückreise nach Deutschland im Jahr 2008

Zurück in Deutschland – aber die Liebe zu Spanien ist geblieben

Bettina ist im Jahr 2008 nach fünf Jahren auf Fuerteventura schließlich zurück nach Deutschland gezogen. Die Rückkehr sei keine Entscheidung gegen Spanien, sondern vielmehr eine für die alte Heimat inkl. Familie, Freunden und bekannten Strukturen gewesen. Auch ihre berufliche Entwicklung spielte mit rein, in Deutschland gab es schlicht mehr Möglichkeiten für Bettinas weiteren Karriereweg.

Auch heute, fast 20 Jahre später, denkt Bettina sehr gerne an ihre fünf Jahre auf den Kanaren zurück und fühlt sich bei Besuchen auf Fuerteventura noch immer zuhause auf der Insel.

Sie hat sich in Deutschland eine familiäre und berufliche Basis aufgebaut, will jedoch den Kontakt zu Spanien und insbesondere den kanarischen Inseln wieder intensivieren. Mit ihrem Online-Magazin Praxis Liebenswert beschäftigt sie sich heute unter anderem mit Frauengesundheit, Gesundheitskommunikation und gesundheitlicher Orientierung. Gleichzeitig baut sie ihre redaktionellen Verbindungen nach Spanien und auf die Kanarischen Inseln wieder aus. Dabei entsteht auch ein Informationsschwerpunkt für deutschsprachige Frauen im Ausland.

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