Deutsche im Ausland e. V. (DIA)

Arbeiten im Ausland

Beruf und Karriere im Ausland

In Zeiten wachsender Globalisierung zieht es immer mehr Deutsche ins Ausland - aus beruflichen oder privaten Gründen. Entweder für einen begrenzten Zeitraum, um dort eine Ausbildung zu absolvieren und internationale Berufserfahrungen zu sammeln oder sogar für immer im Ausland zu arbeiten.

Abenteuerlust allein jedoch ist eine schlechte Basis, wenn Sie sich im Ausland niederlassen möchten. Jeder job im Ausland stellt zusätzliche Anforderungen an die Arbeitnehmer/-innen. Selbst wer in einem EU-Staat wie Frankreich oder Portugal für kurze Zeit leben oder dort arbeiten möchte, tut gut daran, sich im Vorfeld mit den Verwaltungsabläufen im Ausland vertraut zu machen, um bösen Überraschungen und nervenaufreibenden Prozeduren beim Arbeiten im Ausland vorzubeugen.

Bei längeren Jobs im Ausland ist es besonders wichtig, dass Sie als Deutscher im Ausland sich mit den privatversicherungsrechtlichen Gesichtspunkten Ihres Auslandsaufenthaltes und den sozialversicherungsrechtlichen Aspekten des Lebens im Ausland auseinander setzen.

Auf Arbeitssuche im Ausland: den geeigneten Job im Ausland finden

Viele Deutsche gehen ins Ausland weil sie meinen, dass sie dort eher einen Job finden. Das dies nicht nicht unbedingt stimmen muss, zeigen die hohen Arbeitslosenzahlen in anderen europäischen Ländern, wie z.B. in Spanien. Dazu unterscheiden sich Jobsituationen und Stellenangebote im Ausland auch noch von Region zu Region.

Dennoch bietet gerade der europäische Arbeitsmarkt in bestimmten Branchen eine gute Option, um eine Arbeit im Ausland zu finden und davon beruflich wie privat profitieren zu können. Nach wie vor erhöht ein Arbeitsaufenthalt als Deutscher im Ausland Ihre berufliche Qualifikation und kann Ihre Karriere ein gutes Stück vorantreiben.

Deutsche sind im Ausland nach wie vor gerne gefragt, nicht zuletzt wegen des dualen Ausbildungssystems, was die deutschen Azubis mit Betrieben schon während ihrer Ausbildung zusammenbringt und sie daher mit mehr Praxisnähe ins Berufsleben entlassen werden.

Gefragte Dienstleistungsbereiche für Deutsche im Ausland sind nach wie vor die IT-Branche, Gesundheit, Finanzen, und Unternehmensberatung.

Sie bieten eine gute Möglichkeit eine Stelle im Ausland zu finden, ebenso noch die Tourismusbranche und das Arbeiten als Lehrer im Ausland.

Jobangebote im EU-Ausland finden

Für die Jobsuche im Ausland können sich Deutsche, die ins Ausland ziehen wollen, an die Zentrale Auslandsvermittlung- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit wenden. Dort finden Sie umfassend Informationen rund um das Thema Arbeiten im Ausland. Ebenso können interessierte deutsche Auswanderer passende Jobangebote im Ausland auf der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit suchen, wobei hier hauptsächlich Stellenangebote von mittelständischen Firmen im Ausland gelistet sind.

Wollen Sie sich umgehend beraten lassen, falls Sie als Mitarbeiter ins Ausland entsandt werden, empfiehlt DIA e.V. die Fachexperten von MIA PP: www.mia-pp.de. Dort finden Sie zu jedem Bereich, der deutsche Expats im Ausland interessiert, einen geeigneten Ansprechpartner.

Generell stellt die Bundesagentur für Arbeit fest, dass Unsicherheiten in Bezug auf das Arbeiten im Ausland meist auf unzureichendes Wissen über das Leben und Arbeiten im Ausland beruhen.

Hier helfen wir Ihnen mit ein paar Tipps weiter, die wir für Sie zum Thema Versicherung im Ausland, Rente, Arbeitserlaubnis im Ausland etc. gesammelt haben.

Tipps und Hilfe beim Arbeiten im Ausland

In Europa gibt es die sog. Beschränkung der Freizügigkeit von Arbeitnehmern aus Polen oder anderen osteuropäischen Ländern, d.h. diese dürfen nur dann die Stelle in Deutschland antreten, wenn keine geeigneter Bewerber aus Deutschland und anderen (alten) EU-Staaten gefunden wurden. Im Gegenzug gilt dies für deutsche Arbeitnehmer im Ausland ebenso. In den osteuropäischen Ländern benötigen die Deutschen im Ausland daher auch eine Arbeitsgenehmigung für das jeweilige Ausland.

 

Beim Thema Rente denken viele Deutsche, dass sie ihre Ansprüche darauf verlieren, wenn sie im Ausland arbeiten. Das jedoch ist inzwischen EU-weit geregelt, dass eben dies verhindert wird. Hier kann man sich von den sog. EURES-Beratern weiter helfen lassen. Es gibt in jedem EU-Land solche Berater: https://ec.europa.eu/eures/main.jsp?lang=de&acro=eures&catId=3

 

Bei einer Bewerbung wollen Sie Ihrem Arbeitgeber im Ausland mitteilen, was sie können und was genau Ihre berufliche Qualifikation ausmacht. Hierbei ist es wichtig, darauf zu achten, die richtige Berufsbezeichnung in der jeweiligen Landessprache formulieren zu können. Hier ist in der Regel eine andere Bezeichnung notwendig, als die Ihnen geläufige. Man findet die richtigen Berufsbezeichnungen unter www.bibb.de. Z.B. heißt eine Informatikkauffrau in England "Information technology officer" und ein Zimmerer in Frankreich "Charpentier".

Auch die Ausbildungswege sind für ein und denselben Beruf je nach Land unterschiedlich geregelt. Erzieher werden z.B. in Deutschland an Berufsfachschulen ausgebildet und in Frankreich an Hochschulen.

Aus diesem Grund empfiehlt die Agentur für Arbeit auch noch eine Erläuterung der Abschlusszeugnisse. Die Europass-Zeugniserläuterungen sollen hier Abhilfe schaffen, in dem Sie die Berufsausbildung und die Benotungskriterien näher erläutern, sowie Auskunft geben über Kompetenzen, die der Bewerber bereits erlangt hat. Die EU hat hier auch einen internationalen Hochschulzeugnis-Vergleich, das "European Credit Trasfer and Accumulation System" (ECTS) erstellt. Mit diesem Anerkennungssystem kann man die einzelnen Abschlüsse vergleichen und somit "bewerten". Z.B. ergibt ein Master 120 und ein Bachelor 180 Credits.

Rechtsfragen beim Arbeiten im Ausland

Der Kündigungsschutz für Arbeitsnehmer im Ausland ist in verschiedenen Ländern unterschiedlich geregelt, z. B. ist der Kündigungsschutz in den skandinavischen Ländern eher schwach, dennoch haben Deutsche den Vorteil in Skandinavien von einem sehr stabilen sozialen Netz aufgefangen zu werden. Hier sieht es z.B. in den osteuropäischen Ländern und England lang nicht so gut aus, wenn Deutsche dort arbeitslos werden sollten.


Bei Jobs im Ausland ist besonders darauf zu achten, dass der Arbeitsvertrag schriftlich fixiert wird. Als Deutscher Arbeitssuchender oder Arbeitnehmer in der EU gilt die Regelung der Gleichbehandlung aller EU Bürger, d.h. man hat als Deutscher im Ausland das Recht genauso behandelt zu werden, wie die heimischen Berufstätigen in dem jeweiligen Land. Wenn Sie hier nicht sicher sind oder sich nicht gleich behandelt fühlen, lassen Sie sich hier am besten von einem Experten beraten.

Als Angebot für DIA-User bietet Rechtsanwalt Goebel bei arbeitsrechtlichen Fragen als besonderen Service die Möglichkeit, Ihren Arbeitsvertrag/Entsendevertrag im Hinblick auf die arbeitsrechtlichen Regelungen und deren Wirksamkeit im Rahmen einer Erstberatung zu einem Festpreis von 180 Euro zzgl. MwSt. zu überprüfen.

Eine kurze E-Mail an Opens window for sending emailalsteranwalt(at)mia-pp.de genügt.

Soziale Absicherung beim Arbeiten im Ausland

Will man im Ausland leben und arbeiten, so sollte das Thema der Sozialversicherung für die ganze Familie im Ausland geregelt sein. Hierbei geht es um Rentenansprüche, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Unfallversicherung und Familienleistungen im Ausland.

Prinzipiell hat die EU und die Schweiz das so geregelt, dass möglichst wenige Nachteile für Arbeitnehmer im Ausland entstehen sollen. D.h. es wurden Abkommen vereinbart, die die sozialen Rechte beibehalten oder auf das jeweilige Land übertragen können. Zum Beispiel sollen keinerlei Rentenansprüche wegen einer Arbeit im Ausland verloren gehen.

Die EU hat für einige Fälle einheitliche Formulare entwickelt. Denken Sie z.B. daran, dass Sie die notwendigen E-Formulare dazu ausfüllen, wenn Sie in der EU auf Arbeitssuche gehen und zugleich bis zu 3 Monate noch Arbeitslosengeld aus Deutschland beziehen wollen. Dafür müssen Sie vor der Ausreise einen entsprechenden Antrag stellen (E303), den Sie dann im europäischen Auslands-Arbeitsverwaltungsstelle innerhalb von 6 Tagen vorlegen müssen, damit Ihre Zahlungen als Deutscher im Ausland weiter laufen.

Und auch bei der Rückkehr nach Deutschland sollten Sie als Expat rechtzeitig das Formular E301 ausfüllen, auf welchem Ihre versicherungspflichtigen Beschäftigungszeiten als Arbeitnehmer im Ausland aufgelistet sind. Das benötigen Sie dann wieder, wenn Sie z.B. in Deutschland Arbeitslosengeld beantragen wollen oder um Ihre Rentenansprüche darzulegen.

Generell ist es als Arbeitnehmer in der EU so geregelt, dass, wenn Deutsche im Ausland einen Arbeitsvertrag unterschreiben, auch den dortigen Rechten und Sozialversicherungsregelungen unterliegen.


Doch das ist nicht immer so, z.B. bei einer Mitarbeitern, die ins Ausland entsandt werden,  verhält sich die rechtliche Lage wieder anders. Daher sollten Sie sich hier umfassend bei Fachexperten beraten lassen, z.B. dem deutschen Rentenversicherungsträger oder dem Expertennetzwerk MIA PP (Mitarbeiterentsendung ins Ausland-Professional Partners).


Zu allen sozialversicherungsrechtlichen Fragen für das Arbeiten im Ausland haben wir eine gesonderte umfassende Website eingerichtet auf DIA e.V.  Und für die Entsendungen von Mitarbeitern im Ausland empfehlen wir folgendes Internetportal: www.mia-pp.de.

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit)

 

Zum Thema "Arbeiten im Ausland" finden Sie auf weiteren Webseiten Ausführungen zu verschiedenen Auslandstätigkeiten.

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