Länderinformationen Tschad

Hauptstadt N’Djamena
Fläche 1.284.000 km²
Einwohnerzahl 15,95 Millionen
Regierungssystem Präsidialsystem
Religion 58,4 % sunnitische Muslime, 4 % traditionelle afrikanische Lokalreligionen, 34,6 % Christentum
Amtssprache Arabisch und Französisch
Währung CFA-Franc BEAC
Zeitzone UTC+1
Internet-TLD .td

Aktuelle Reisehinweise oder -warnungen zur Coronasituation im Land finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amts.

Vor Reisen in den Tschad wird gewarnt.

Deutsche Staatsangehörige vor Ort werden dringend aufgefordert, Möglichkeiten zur sofortigen Ausreise mit Linienflügen zu nutzen.

Am 20. April 2021 wurde bekannt, dass Staatspräsident Déby verstorben ist. Mit politischer Instabilität und bewaffneten Auseinandersetzungen ist zu rechnen.

Unklar ist, ob die Grenze zu Libyen aufgrund anhaltender Konflikte im Grenzgebiet geschlossen bleibt. Dieses Gebiet dient Schmugglern, Schleppern und Rebellen als Rückzugsraum.

Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Dasselbe gilt im Grenzgebiet zum Niger. Zufahrtswege nach Nigeria sind aufgrund der Terrorbedrohung durch Boko Haram im Tschadseegebiet geschlossen. In letzter Zeit ist es regelmäßig zu Überfällen, Tötungsdelikten und Entführungen in den Dörfern, auf den Straßen und den Inseln in der Tschadseeregion gekommen.

  • Suchen Sie in der Zwischenzeit einen sicheren Ort auf.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Vermeiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Es besteht landesweit ein hohes Risiko, Opfer von Gewaltkriminalität zu werden.

  • Seien Sie besonders vorsichtig in öffentlichen Verkehrsmitteln und wenn Sie zu Fuß unterwegs sind.
  • Bewahren Sie Geld und wichtige Dokumente sicher auf.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.

Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z. T. unmarkierte Minenfelder. Straßen befinden sich generell in schlechtem Zustand. Es besteht ein erhebliches Unfallrisiko.

Fotografieren ist nur mit einer beim Tourismusministerium zu beantragenden Fotografiererlaubnis gestattet.

Die Regenzeit erstreckt sich im Süden von Mai bis Oktober und im Zentrum von Juni bis September. In dieser Zeit führt Starkregen auf trockenem Boden immer wieder zu Überschwemmungen und Erdrutschen und in der Folge zu Schäden in der Infrastruktur wie an Straßen und Brücken. Weite Landesteile können ansonsten von erheblichen Dürreperioden betroffen sein.

Gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen sind verboten.

Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

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Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab einem Alter von 9 Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Die Impfung ist aus medizinischen Gründen dringend empfohlen, da der Tschad Gelbfieberinfektionsgebiet ist. Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts sowie Reiseimpfungen gegen Hepatitis A und Polio, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition auch gegen Meningokokken ACWY, Tollwut, Typhus und Hepatitis B.

Während der Trockenzeit kommt es regelmäßig zu Meningokokken-Epidemien. Ganzjährig sollte Mückenschutz gegen Malaria beachtet werden. Eine Malariaprophylaxe wird dringend empfohlen. Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden.

Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach hoch problematisch. Die Mitnahme einer gut ausgestatteten Reiseapotheke wird dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch einen Reisemediziner persönlich beraten. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e. V.

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Deutsche Staatsangehörige benötigen ein gültiges Einreisevisum, das bei der tschadischen Botschaft in Berlin beantragt werden muss. Außerdem wird ein bis zum Ende der Reise gültiger Reisepass benötigt. Für Kinder ist ein Kinderreisepass erforderlich. Bei der Einreise über den Flughafen N’Djamena ist darauf zu achten, ob die Passbehörden eine Aufforderung in den Pass stempeln, sich beim zuständigen Commissariat zu registrieren. Für alle Präfekturen im Lande ist eine Reiseerlaubnis erforderlich, die vor der Reise mit dem Visum beantragt werden muss.

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Urlaubsreisen:
Auch für Reisen in den Tschad sollten Sie vor Beginn Ihrer Reise an eine gültige Reisekrankenversicherung mit medizinisch sinnvollem Krankenrücktransport denken. Von Reisekrankenversicherung bis zu Reiserücktrittsversicherung und Versicherungen für Jugend- und Bildungsreisen im Tschad finden Sie alles auf unserer Website: Reiseversicherungen für den Tschad

Geschäftsreisen und längere Auslandsaufenthalte:
Als Expat oder Geschäftsreisender im Tschad genügt eine einfache Reisekrankenversicherung nicht mehr: Hier benötigen Sie eine Internationale Krankenversicherung. Im Rahmen einer Entsendung in den Tschad finden Sie hier einen idealen Tarif für einen ausgiebigen Versicherungsschutz für Mitarbeiter im Tschad.

Vorsicht: Einige Versicherungen, wie Haftpflicht- oder Unfallversicherung, sind im Ausland nicht mehr oder nur eingeschränkt gültig. Deswegen sollten Sie sich rechtzeitig informieren, bevor Sie für längere Zeit in den Tschad gehen: Versicherungen im Ausland

Sie haben sich im Tschad ein Haus gekauft oder sind Besitzer einer Ferien-Immobilie im Ausland? Dann sollten Sie eine gute Immobilienversicherung für Ihr Auslandsdomizil besitzen. Hier helfen wir Ihnen mit guten Konditionen und günstigen Tarifen gerne weiter: Immobilienversicherung im Ausland

Mit diesem Land hat Deutschland bislang kein Sozialversicherungsabkommen.

Deutsches Institut für Ärztliche Mission e. V.
Neben Armut ist die mangelhafte medizinische Versorgung eine der Ursachen für die extrem niedrige Lebenserwartung der Menschen im Tschad. Es fehlen gut geschulte medizinische Fachkräfte, Medikamente, gute Ernährung und Aufklärung. Vor allem Schwangere und Kinder sind von dieser Notlage betroffen. Gemeinsam mit dem evangelischen Krankenhaus von Koyom im südlichen Tschad fördert das Difäm die Gesundheit von Müttern und Kindern sowie den Aufbau einer gemeindegetragenen Krankenversicherung.
http://difaem.de/laender/tschad/