Länderinformationen Somalia

Hauptstadt Mogadischu
Fläche 637.657 km²
Einwohnerzahl 15,4 Millionen
Regierungssystem Parlamentarische Demokratie mit starker Stellung des Präsidenten und wachsender Rolle der Bundesstaaten
Religion Fast ausschließlich sunnitische Muslime, davon sind etwa 80 % Schafiiten und 20 % Hanafiten. Die wenigen christlichen Somalier gehören der äthiopisch-orthodoxen Tewahedo-Kirche an
Amtssprache Somali, Arabisch
Währung Somalia-Schilling
Zeitzone UTC+3
Internet-TLD .so

Aktuelle Reisehinweise oder -warnungen zur Coronasituation im Land finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amts.

Vor Reisen nach Somalia sowie vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird gewarnt.

Es kommt in Somalia und der Hauptstadt Mogadischu neben Anschlägen auch immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Neben der hohen Gefahr, Opfer von Terrorismus zu werden, besteht eine erhebliche Gefährdung durch Kampfhandlungen, Piraterie sowie kriminell motivierte Gewaltakte.

Im Fall einer Notlage (gesundheitlich, kriminalitäts- oder kriegsbedingt) fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten. Eine konsularische Hilfe kann vor Ort nicht gewährt werden.

Der Aufenthalt in Somalia ist grundsätzlich sehr gefährlich, insbesondere aber in der Hauptstadtregion Banadir und den Gliedstaaten Jubbaland, Südwest, Hirshabelle und Galmudug sowie in Teilen Puntlands und dem Osten "Somalilands".

Hinweisen zufolge laufen insbesondere ausländische Fachkräfte und Reisende Gefahr, Opfer von Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen terroristisch motivierten Gewaltverbrechen zu werden.

Demonstrationen finden häufiger statt und können jederzeit zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen. Es kann dabei auch zu Straßenblockaden kommen.

Im gesamten Land besteht das Risiko von Landminen.

  • Wenn Sie trotz Reisewarnung nach Somalia für beruflich unvermeidbare Aufenthalte reisen müssen, seien Sie sich der erheblichen Gefährdung bewusst und vergewissern Sie sich eines sorgfältig und professionell ausgearbeiteten Sicherheitskonzepts.
  • Übernachten Sie landesweit nur in von der Sicherheitsabteilung der Vereinten Nationen freigegebenen Unterkünften.
  • Meiden Sie Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig.

Gewaltakte durch bewaffnete Gruppen und Banden und Armutskriminalität sind im gesamten Land weit verbreitet. Bewaffnete Überfälle, Autoraub ("Carjacking") und auch Morde kommen häufig vor. Vor den Küsten besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen.

Sexuelle Handlungen von Gleichgeschlechtlichen sind verboten.

Das Klima ist normalerweise sehr heiß und trocken. In der Regenzeit im Südwesten von Mai bis Anfang November und im Nordosten von Dezember bis Februar können starke Regenfälle und vereinzelt auch vom Indischen Ozean heranziehende Taifune zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen.

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen, um eine schnelle Kontaktaufnahme im Notfall zu ermöglichen.

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Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem Alter von einem Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet gefordert. Einwohner und Langzeitreisende über 4 Wochen benötigen laut WHO eine Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise. Falls Sie kürzer als 4 Wochen im Land sind, ist ein vollständiger Impfschutz gegen Poliomyelitis empfohlen. Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts. Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Polio, Gelbfieber und Hepatitis A empfohlen, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut sowie Meningokokken-Krankheit (ACWY).

Mückenschutz sollte beachtet werden, um Malaria und Dengue-Fieber zu verhindern. Je nach Reiseprofil wird gegen Malaria zusätzlich eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) dringend empfohlen. Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch die Cholera vermeiden.

Die medizinische Versorgung ist nicht durchgängig gesichert und entspricht auch bei Weitem nicht dem europäischen Standard. Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch einen Reisemediziner beraten. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

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Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Somalia ein Visum, das in Deutschland bei der Botschaft von Somalia in Berlin beantragt werden muss. Außerdem wird ein Reisepass benötigt. Mit einem Kinderreisepass ist die Einreise nicht möglich.

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Urlaubsreisen:
Auch für Reisen nach Somalia sollten Sie vor Beginn Ihrer Reise an eine gültige Reisekrankenversicherung mit medizinisch sinnvollem Krankenrücktransport denken. Von Reisekrankenversicherung bis zu Reiserücktrittsversicherung und Versicherungen für Jugend- und Bildungsreisen in Somalia finden Sie alles auf unserer Website: Reiseversicherungen für Somalia

Geschäftsreisen und längere Auslandsaufenthalte:
Als Expat oder Geschäftsreisender in Somalia genügt eine einfache Reisekrankenversicherung nicht mehr: Hier benötigen Sie eine Internationale Krankenversicherung. Im Rahmen einer Entsendung nach Somalia finden Sie hier einen idealen Tarif für einen ausgiebigen Versicherungsschutz für Mitarbeiter in Somalia.

Vorsicht: Einige Versicherungen, wie Haftpflicht- oder Unfallversicherung, sind im Ausland nicht mehr oder nur eingeschränkt gültig. Deswegen sollten Sie sich rechtzeitig informieren, bevor Sie für längere Zeit nach Somalia gehen: Versicherungen im Ausland

Sie haben sich in Somalia ein Haus gekauft oder sind Besitzer einer Ferien-Immobilie im Ausland? Dann sollten Sie eine gute Immobilienversicherung für Ihr Auslandsdomizil besitzen. Hier helfen wir Ihnen mit guten Konditionen und günstigen Tarifen gerne weiter: Immobilienversicherung im Ausland

Mit diesem Land hat Deutschland bislang kein Sozialversicherungsabkommen.

Aktive Jugend e. V.
Aktive Jugend e.V. hat sich im Jahre 2006 in Somalia für Bildung, Jugendarbeit und reines Trinkwasser eingesetzt. Somalia ist ein Land, das von vielen vergessen oder sogar aufgegeben zu sein scheint. Ein Land, das im Sumpf des Bürgerkriegs zu versinken droht. im Jahre 2007 hat Aktive Jugend e.V. seine Aktivitäten in Kenia, Äthiopien bis zu Bangladesch erweitert.
https://www.aktivejugend.de/