Länderinformationen Palästina

Hauptstadt Gaza und Ramallah (provisorisch, Ostjerusalem wird als Hauptstadt beansprucht)
Fläche 6.020 km², Westbank: 5.655 km², Gazastreifen: 365 km²
Einwohnerzahl 4,95 Millionen
Regierungssystem Palästinensische Gebiete
Religion ca. 97 % Muslime (sunnitisch), unter 2 % Christen
Amtssprache Arabisch
Währung Neuer Israelischer Schekel (ILS), Jordanischer Dinar (JOD)
Zeitzone UTC + 2
Internet-TLD .ps

Aktuelle Reisehinweise oder -warnungen zur Coronasituation im Land finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amts.

Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird gewarnt. Von Reisen in das unmittelbar angrenzende Gebiet und Aufenthalten dort wird derzeit dringend abgeraten. Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Libanon und Syrien, insbesondere östlich der Straße 98, wird abgeraten. Von nicht erforderlichen Reisen in das Westjordanland wird derzeit abgeraten.

Israel bleibt das erklärte Ziel von islamistischen Terrorgruppen.

Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensischen Gebieten ist wesentlich vom israelisch-palästinensischen Konflikt geprägt. Insbesondere im Umfeld von Checkpoints sind Auseinandersetzungen nicht auszuschließen. Nach wie vor kommen auch gelegentlich mit Brandsätzen ausgestattete Drachen und Ballons zum Einsatz, die vom Gaza-Streifen aus starten und im Nahbereich der israelischen Sperranlage landen. Zwischenfälle am Gaza-Streifen und im unmittelbar angrenzenden Gebiet sind nicht auszuschließen.

Im Rahmen der israelischen Militäroperation "Protective Edge" erfolgten schwere Angriffe auf Ziele im Gaza-Streifen mit vielen Toten und Verletzten. Dabei wurde auch öffentliche Infrastruktur, wie Straßen, Strom- und Abwasserversorgung, beschädigt. Ferner befinden sich in Trümmern sowie auf wenig befahrenen Wegen nach wie vor nicht detonierte Sprengmittel (UXO).

Die Versorgungslage im Gaza-Streifen ist schwierig.

Seien Sie bei Besuchen der Altstadt von Jerusalem besonders vorsichtig. Insbesondere auf dem Tempelberg/Haram Al Sharif und dessen Umgebung kann es zu Auseinandersetzungen kommen.

Das Westjordanland (Westbank) ist seit 1967 militärisch besetzt und in Gebiete mit verschiedenen Verwaltungsarrangements eingeteilt. Es gibt zahlreiche Checkpoints und gesperrte Straßen. Es kommt immer wieder zu Anschlägen, Angriffen und Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften, jüdischen Siedlern und palästinensischer Bevölkerung mit Toten und Verletzten auf beiden Seiten.

Die Kriminalitätsrate ist niedrig.

Israel und die Palästinensischen Gebiete liegen in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann. Vor allem in den Sommermonaten können aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen Busch- und Waldbrände sowie Sandstürme auftreten. In den Wintermonaten kann es zu Überschwemmungen kommen, insbesondere in der Negev-Wüste. Am Toten Meer gibt es inzwischen Tausende von Einsturzlöchern ("Sink Holes"). Innerhalb von Sekunden entstehen an der Küste Einsturztrichter bzw. Erdfälle von bis zu 20 Meter Tiefe und 80 Meter Breite. In Tel Aviv und Umgebung kommt es aufgrund von gefährlichen Strömungen immer wieder zu tödlichen Badeunfällen.

Allen Reisenden wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen, um eine schnelle Kontaktaufnahme im Notfall zu ermöglichen.

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Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts sowie die Reiseimpfung gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Tollwut. Für einen Langzeitaufenthalt in den Palästinensischen Gebieten wird zudem noch eine Typhusimpfung empfohlen.

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Insektenschutz sollte beachtet werden, um durch Mücken oder Zecken übertragbare Infektionskrankheiten zu verhindern. Leptospirose kommt vor; Freizeitaktivitäten in freier Natur mit Wasserkontakt stellen in Endemiegebieten ein Risiko dar.

Das Versorgungsniveau in Israel ist gut bis sehr gut, in den palästinensischen Gebieten dagegen deutlich eingeschränkt.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch einen Reisemediziner beraten. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

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Deutsche Staatsangehörige, die nach dem 1. Januar 1928 geboren sind, benötigen für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten kein Visum. Deutsche Staatsangehörige, die in der Vergangenheit aus Israel ausgewiesen wurden, sich illegal in Israel aufgehalten haben oder denen die Einreise nach Israel verweigert wurde, müssen vor ihrer Einreise bei einer israelischen Auslandsvertretung oder dem israelischen Innenministerium ihren Fall überprüfen lassen und ein Visum einholen. Reisepässe und Kinderreisepässe müssen 6 Monate über die Reise hinaus gültig sein.

Minderjährige unter 16 Jahren, die alleine oder in Begleitung eines Elternteils reisen, sollten eine Enverständniserklärung des anderen Elternteils mitführen.

Für Personen, die als Reiseziel ausschließlich die palästinensischen Gebiete angeben, kommt es bei der Einreise nach Israel oft zu Wartezeiten oder Einreiseverboten.

Die Übergänge zu den palästinensischen Gebieten werden von israelischen Behörden kontrolliert und können ohne vorherige Ankündigung geschlossen werden.

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Urlaubsreisen:
Auch für Reisen in die Palästinensischen Autonomiegebiete sollten Sie vor Beginn Ihrer Reise an eine gültige Reisekrankenversicherung mit medizinisch sinnvollem Krankenrücktransport denken. Von Reisekrankenversicherung bis zu Reiserücktrittsversicherung und Versicherungen für Jugend- und Bildungsreisen in den Palästinensischen Autonomiegebieten finden Sie alles auf unserer Website:

  • Reiseversicherungen für die Palästinensischen Autonomiegebiete

 

Geschäftsreisen und längere Auslandsaufenthalte:
Als Expat oder Geschäftsreisender in den Palästinensischen Autonomiegebieten genügt eine einfache Reisekrankenversicherung nicht mehr: Hier benötigen Sie eine

  • Internationale Krankenversicherung Palästinensische Autonomiegebiete

 

Im Rahmen einer Entsendung in die Palästinensischen Autonomiegebiete finden Sie hier einen idealen Tarif für einen ausgiebigen

  • Versicherungsschutz für Mitarbeiter in den Palästinensischen Autonomiegebieten

 

Vorsicht: Einige Versicherungen, wie Haftpflicht- oder Unfallversicherung, sind im Ausland nicht mehr oder nur eingeschränkt gültig. Deswegen sollten Sie sich rechtzeitig informieren, bevor Sie für längere Zeit in die Palästinensischen Autonomiegebiete gehen:

  • Versicherungen im Ausland

 

Sie haben sich in den Palästinensischen Autonomiegebieten ein Haus gekauft oder sind Besitzer einer Ferien-Immobilie im Ausland? Dann sollten Sie eine gute Immobilienversicherung für Ihr Auslandsdomizil besitzen. Hier helfen wir Ihnen mit guten Konditionen und günstigen Tarifen gerne weiter:

  • Immobilienversicherung im Ausland

Mit diesem Land hat Deutschland bislang kein Sozialversicherungsabkommen.