Vor der Rückkehr
(cc) Axel D, flickr.comDie Rückkehr nach Deutschland sollte ebenso gut vorbereitet sein wie die Ausreise in das neue Heimatland, damit sich nicht der sogenannte "Reentry-Schock" einstellt. Das ist die Bezeichnung für Wieder-Eingliederungsprobleme, die den Startschwierigkeiten bei der Auswanderung ähneln. Es ist möglich, dass man sich entfremdet fühlt, nicht (mehr) dazugehörig. Im Laufe der eigenen Abwesenheit haben sich zwangsläufig Teile der Gesellschaft in Deutschland geändert, während man selbst sich inzwischen an eine andere Kultur, einen anderen Rhythmus gewöhnt hat. Demnach ist es vonnöten, sich wieder "zurückgewöhnen".
Bei der Rückkehr ins berufliche Leben der "alten" Heimat sollte man bedenken, dass sich einiges an der gekannten beruflichen Position bzw. dem Status verändern könnte: Das Besondere, das Herausgehobene, das man im Ausland häufig hatte, kann hier wieder wegfallen. Der erworbene Qualifikationszuwachs könnte gegebenenfalls für die neue Stelle unbrauchbar sein und daher ungewürdigt bleiben.
(cc) elbfoto, flickr.comDaher sollte frühzeitig begonnen werden, sich mit dem "Danach" auseinander zu setzen und sich ca. sechs bis neun Monate vor Vertragsende im Ausland bei seinem künftigen Arbeitgeber in Deutschland zu melden - nicht erst dann, wenn die Tätigkeit im neuen Umfeld aufgenommen wird. Reisen Sie zeitig vor Ihrem geplanten Umzug mindestens eine Woche nach Deutschland, um die Rückkehr gut vorzubereiten. Das bedeutet: Kümmern Sie sich um Ihren Arbeitsplatz in Deutschland, eine Wohnung, die Schule für Ihre Kinder etc. Spätestens ein bis zwei Monate vor der Rückkehr sollten Sie wissen, wohin die Reise geht - also Ihren künftigen Wohnort kennen.
Falls Sie wieder in Ihr ehemaliges Unternehmen zurückkehren, sprechen Sie mit alten und neuen Kollegen darüber sowie insbesondere mit der Personalabteilung. Während Ihres gesamten Auslandsaufenthaltes sollten Sie stets den Kontakt zu Ihren Angehörigen, Freunden und Kollegen in der ehemaligen Heimat pflegen.Informieren Sie sich auch bei Beratungsstellen sowie fachspezifischen Beratern über die Rückkehr in das deutsche Gesundheits- und Sozialrechtssystem.


